Köln stoppt talfahrt in nürnberg – donhauser trifft und trägt
Der 1. FC Köln hat seine Horror-Serie gestoppt. Nach fünf sieglosen Spielen wenden die Rheinländerinnen beim 1. FC Nürnberg die Richtung: 2:1, drei Punkte, Atemloch. Laura Donhauser erzielt ihr erstes Tor der Saison, Sandra Jessen köpft das zweite – und plötzlich steht Köln wieder auf Platz acht.
Krise geht, kopfball kommt
Trainerin Britta Carlson hatte vor dem Spiel im Max-Morlock-Stadion nur eine Forderung: „Torgefahr von der ersten Minute.“ Ihre Spielerinnen liefern. Bereits in der 19. Minute zirkelt Jessen einen diagonalen Pass in den Lauf von Donhauser, die einschiebt wie eine erfahrene Sturmspitze. Neun Minuten später verwandelt Jessen selbst eine Freistoßflanke per Kopf – ihr zehnter Treffer, erster seit Weihnachten.
Die Gäste dominieren die erste Halbzeit, Nürnberg wirkt verunsichert. Zwar hätte Nastassja Lein früh die Führung erzielen können, doch Irina Fuchs lenkt den Schuss zur Ecke. Danach kontrolliert Köln Tempo und Räume, lässt den Ball laufen, macht die Franken wild.

Wechsel auf der linie, wende auf dem platz
Kurioser Beginn der zweiten Hälfte: Assistentin Katharina Kruse zieht sich eine Wadenverletzung, vierte Offizielle Daniela Kottmann springt ein – acht Minuten Unterbrechung, genug Zeit für Nürnberg, neu zu sortieren. Die Hausherren drängen, Lein trifft zum Anschluss, doch mehr gelingt nicht. Köln verteidigt mit Mann und Maus, klärt jeden zweiten Ball, spielt die Uhr runter – selbst 14 Minuten Nachspielzeit ändern nichts.
Am Ende jubelt die ganze Bank, Carlson atmet tief durch. „Wir haben gezeigt, dass wir kämpfen können“, sagt sie, und man hört die Erleichterung. Der Achte schlägt den Elften, der Abstand bleibt vier Punkte – ein kleiner Schritt, aber mit großer Signalwirkung.
Nächste Woche kommt Eintracht Frankfurt in den Südstadionen. Wenn Köln dort nachlegt, ist die Talfahrt nicht nur gestoppt, sondern abgeschlossen.
