Köln schlägt bremen: wagner feiert ersten sieg – platzverweis räumt den weg frei!

Der 1. FC Köln hat im Kellerduell gegen Werder Bremen endlich den Bann gebrochen und einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga errungen. Dank eines frühen Elfmeters und eines Platzverweises gegen Werder-Kapitän Marco Friedl war der Weg für die Geißböcke geebnet.

Wagner

Wagner's debüt schmeckt nach erfolg

Nach zuvor acht sieglosen Spielen konnte Interimstrainer René Wagner seinen ersten Erfolg mit dem Team feiern. Die Partie endete mit einem 3:1 (1:0) für Köln, wobei die Bremer vor allem durch eigene Nachlässigkeiten und einen fragwürdigen Platzverweis die Punkte abgaben. Es war ein Auftritt, der zeigt, dass im Teamgeist noch Lebenszeichen schlummern, auch wenn die Abwehrarbeit noch Verbesserung bedarf.

Schon in der siebten Minute brachte Said El Mala die Kölner durch einen souveränen Elfmeter in Führung, den er selbst herausgeholt hatte. Olivier Deman hatte Jakub Kaminski im Strafraum zu ungestüm angegriffen. Doch das eigentliche Zünglein an der Waage war der Rote Karton für Friedl in der 24. Minute. Ein unglückliches Foulspiel gegen Ragnar Ache, das Schiedsrichter Tobias Reichel als Notbremse wertete, schickte den Werder-Kapitän vorzeitig unter die Dusche.

Die Überzahl ermöglichte es Köln, die Spielkontrolle zu übernehmen, obwohl die Gelegenheiten vor dem Tor zunächst nicht konsequent genutzt wurden. Ein Freistoß-Chaos mit Senne Lynen und Leonardo Bittencourt unterstrich die Verwirrung in den Reihen des FC.

Nach der Pause erhöhte Ache den Spielstand auf 2:0, bevor Romano Schmid durch einen Elfmeter für die Bremer noch einmal Hoffnung schöpfte. Ísak Jóhannesson sorgte schließlich in der Nachspielzeit für die endgültige Entscheidung. Die Kölner Defensive wackelte zwar, zeigte aber auch Kampfgeist.

Für Werder Bremen bedeutet die Niederlage einen Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt. Das Nordderby gegen den Hamburger SV am kommenden Samstag wird nun zur richtungsweisenden Partie. Trainer Daniel Thioune steht vor einer schweren Aufgabe, die neue Energie, die er versprochen hatte, in ein funktionierendes Mannschaftsgefüge zu übertragen.

Köln hingegen kann nun mit einem kleinen Polster auf die Abstiegszone etwas entspannter in die kommenden Spiele gehen. Fünf Punkte trennen die Geißböcke vom Relegationsplatz, neun von den direkten Abstiegsplätzen. Ein Teilsieg, der aber mit der aktuellen Situation durchaus zu Buche schlagen kann.