Köln kämpft sich zurück: wagner nimmt ersten punkt mit!
Ein Kraftakt für den 1. FC Köln! Nach einem müden Rückstandgegen Eintracht Frankfurt schrammte das Team von Interimstrainer René Wagner an der Niederlage vorbei und sicherte sich dank eines Doppelschlags in der Schlussphase einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf. Ein Lichtblick für die Geißböcke, die nun gefühlt den Klassenerhalt ein Stückchen näher rückt.
Wagner: „vorfreude“ zahlt sich aus
Die Verpflichtung von René Wagner kam spät, aber die Reaktion der Mannschaft war beeindruckend. Nachdem die Eintracht durch Burkardt und Kalimuendo früh in Führung gegangen war, zeigte Köln Moral und kämpfte sich zurück ins Spiel. Wagner, der sich vor seiner Premiere vor allem „Vorfreude“ gewünscht hatte, scheint die richtigen Impulse gesetzt zu haben. Die Entscheidung, den jungen Said El Mala von Beginn an ins Team zu integrieren, erwies sich als kluge Wahl. „Es würde dem FC keinen Gefallen tun, ihn aktuell nicht aufzustellen“, hatte Wagner vorab betont – und sollte Recht behalten.
Die Anfangsphase gehörte klar den Hausherren. Ein glücklicher Zetterer-Eingriff verhinderte bereits früh den Rückstand, doch die Kölner Defensive wirkte zunächst verunsichert. Frankfurt kontrollierte das Spielgeschehen, ohne jedoch wirklich gefährlich zu werden. Kalimuendo verfehlte das Tor knapp, und auch Knauff scheiterte an Kölner Abwehrarbeit.
Doch dann kam Köln zurück. Kamiński, der immer wieder Nadelstiche versetzte, egalisierte zunächst den Führungstreffer der Frankfurter, bevor Castro-Montes in der 83. Minute für den Ausgleich sorgte. Ein Doppelschlag, der dem FC nicht nur einen Punkt, sondern auch neuen Mut gab.
Die Eintracht, bei der der erfahrene Mario Götze zunächst auf der Bank schmoren ließ, geriet nach dem Ausgleich völlig aus dem Konzept. Chaibi sorgte mit einem Blitz aus dem Nichts für die erneute Führung der Frankfurter, doch Köln ließ sich nicht entmutigen. Die Moral war greifbar, und Castro-Montes vollendete den Aufholversuch.
Mit 27 Punkten steht Köln nun sechs Zähler vor dem ersten direkten Abstiegsplatz (VfL Wolfsburg) und zwei Punkte vor dem Relegationsplatz (FC St. Pauli). Der Kampf um den Klassenerhalt ist noch lange nicht entschieden, aber dieser Punktgewinn gibt den Kölnern Hoffnung und zeigt, dass unter Wagner eine Trendwende möglich ist. Die Eintracht hingegen muss sich mit dem Unentschieden begnügen und ihren Platz in der Europa-League-Qualifikationszone verteidigen.

Kölner aufholjagd – ein wendepunkt?
Die Leistung von Köln im Frankfurter Wohnzimmer war ein Zeichen. Die Mannschaft hat Moral und den Willen, den Abstiegskampf zu bestreiten. René Wagner hat es geschafft, sie zu stabilisieren und ihnen neue Hoffnung zu geben. Ob dies der Beginn einer neuen Erfolgsserie ist, wird die Zukunft zeigen. Aber eines ist klar: Der 1. FC Köln hat in Frankfurt gezeigt, dass er noch nicht tot ist.
