Koch verliert vuelta-führung – kopecky schnappt sich das rosa!
Ein Schock für deutsche Radsportfans: Franziska Koch hat bei der Vuelta a España Femenina ihre Gesamtführung an Lotte Kopecky verloren. Die Belgierin setzte Koch im Zielsprint der vierten Etappe demütig voraus und schnappte sich das begehrte Rosa Trikot – nur durch zehn Bonifikationssekunden.

Die knappe entscheidung in antas de ulla
Die Etappe von Monforte de Lemos nach Antas de Ulla präsentierte sich als vermeintlich leichte Kost, doch Kopecky nutzte die Chance, um Koch unter Druck zu setzen. Im Zielsprint ließ sie ihre Teamkollegin Anna van der Breggen hinter sich und sicherte sich den Etappensieg. Letizia Paternoster komplettierte das Podest. Die Entscheidung fiel also um hauchdünne Sekunden – ein bitteres Ende für Koch, die als starke Anwärterin auf den Gesamtsieg galt.
Koch, die nach einer starken Leistung am Tag zwar in der Gruppe um die Etappensiegerin ins Ziel kam, musste sich nun mit dem zweiten Platz in der Gesamtwertung begnügen. Sechs Sekunden trennen sie nun von Kopecky – eine gefühlt Ewigkeit im Profi-Radsport. Die Französin Pauline Ferrand-Prévot und die Pole Kasia Niewiadoma, ehemalige Tour-Siegerin, zählen weiterhin zu den Top-Favoritinnen und könnten die Waage im Kampf um das rote Trikot noch zu ihren Gunsten kippen.
Die Gesamtwertung im Überblick:
- 1. Lotte Kopecky (BEL): 18:54:32
- 2. Franziska Koch (GER): +0:06
- 3. Cédrine Kerbaol (FRA): +0:12
Am Donnerstag steht nun die Etappe nach Astorga an, die mit zwei kurzen Anstiegen etwas anspruchsvoller zu werden verspricht. Koch startet im Grünen Trikot der besten Sprinterin und wird versuchen, den Rückstand auf Kopecky zu minimieren. Doch das eigentliche Drama wird am kommenden Sonntag auf dem gefürchteten Anstieg L'Angliru entschieden. Mit Steigungen von bis zu 23 Prozent wird es für die Sprinterinnen wie Koch nahezu unmöglich, mit den Spezialistinnen wie Ferrand-Prévot mitzuhalten.
Trotzdem darf Koch ihre Vuelta bisher als Erfolg verbuchen. Sie hat bewiesen, dass sie zu den besten Radsportlerinnen der Welt gehört und auch in Zukunft für Furore sorgen wird.
Die Vuelta a España Femenina 2026 – ein Rennen voller Spannung, Dramatik und unerwarteter Wendungen. Und wer weiß, vielleicht gelingt Koch ja doch noch ein Coup im finalen Zeitfahren.
