Knie-platzwunde: nmecha verpasst saisonfinale und länderspiele – nagelsmann muss umbauen

Felix Nmecha wird Borussia Dortmund in den letzten Metern der Bundesliga-Saison fehlen – und damit nicht das erste Mal. Der 25-jährige Mittelfeldspieler zog sich im 3:2 gegen den Hamburger SV eine Außenbandverletzung im Knie zu und fällt „mehrere Wochen“ aus. Das gab der BVB am Montag bekannt. Die Liga endet am 16. Mai – für Nmecha ist die Spielzeit damit gelaufen.

Nationalelf verliert zweite sechs

Der Verlust trifft nicht nur den Tabellenzweiten, sondern auch Bundestrainer Julian Nagelsmann. Nmecha sollte am Montag ins Trainingslager nach Herzogenaurach fahren, sich für die Partien in Basel gegen die Schweiz (27. März) und drei Tage später in Stuttgart gegen Ghana empfehlen. Ein Stammplatz auf der Doppelsechs lag in greifbarer Nähe – nun droht ihm der Anschluss zu fehlen, noch vor der WM-Nominierung im Mai.

Die Zahlen sind verdammt klar: Sechs Länderspiele, ein Tor – das ist der Stand, den Nmecha vor dem Knie-Sprint hatte. Drei Monate vor der Endabnahme steht er auf Null. Und er ist nicht allein. Auch Aleksandar Pavlovic vom FC Bayern wird den Länderspiel-Block verpassen, Nagelsmann nominiert Angelo Stiller nach. Plötzlich steht die Sechs der Nationalmannschaft unter Rekonstruktion.

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In dieser Saison lief Nmecha durch alle 27 Bundesligaspiele hindurch – eine Eiszeit, die nun abrupt endet. Für Dortmund bedeutet der Ausfall einen Ruck im Aufbauspiel: Nmecha war Nagelsmanns Interpret des vertikalen Passes, der die Kugel aus der Vorwärtsbewegung herausschießt. Sein Ersatz muss diese Lücke schließen, während der BVB die Vizemeisterschaft so gut wie sicher in trockenen Tüchern hat.

Die Frage ist nicht, wer jetzt springt – sondern wie lange der neue Rhythmus hält. Mit Blick auf die WM wird jeder Trainings-tag zum Testlauf. Nmecha kann nur zuschauen. Die Uhr tickt. Und Tick-tack ist in diesem Geschäft kein Kinderspiel.