Knicks-triumph: ex-olbia-coach fois schwärmt von „fast schon wm-ähnlicher“ stimmung
New York – Der Jubel in der Big Apple ist ohrenbetäubend. Die New York Knicks sind NBA-Champion! Und mitten drin: Riccardo Fois, 39 Jahre alt, gebürtig aus Olbia, Sardinien, der als Assistent Coach nicht nur die Finals miterlebte, sondern auch einen entscheidenden Beitrag zum historischen Erfolg hatte. Nach kaum einer Stunde Schlaf auf dem Rückflug von San Antonio nach New York sprach Fois im Interview über den Wahnsinn, die Atmosphäre und die unbändige Liebe der Stadt für ihre Knicks.
Ein traum wird wahr: fois über den triumph
„Es ist besser, einen Titel zu gewinnen, als ihn wie in Phoenix zu verpassen“, so Fois. „Man wird sich erst langsam bewusst, wie viel Glück man hatte, genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Vielleicht merkt man es schon bei der Parade am Donnerstag.“ Die drei Auswärtssiege gegen die starke Mannschaft aus San Antonio waren dabei besonders hervorzuheben. „Das Zusammenspiel von Mike Brown und der Organisation um Rose und Wesley, die den Druck von der Mannschaft genommen und eine positive Atmosphäre geschaffen haben, war entscheidend.“

Mehr als nur basketball: die knicks-manie in new york
Fois staunte über die basketballbegeisterte Stadt. „Man spricht nur über die Knicks! In der U-Bahn sitzen Anzugträger mit Brunson-Trikots. Das ist vergleichbar mit der Fußball-WM in unserem Land.“ Egal ob Eishockey, Football oder Baseball – die Knicks vereinen alle Generationen und Ethnien, blaue und weiße Kragen, einfach alle. Ein italienischer Coach auf dem Gipfel der Basketballwelt, das fühlt sich für Fois surreal an. „Ich bin dankbar für die Chance, bei Organisationen dieser Qualität arbeiten zu dürfen. Viele großartige Trainer und Spieler haben diese Glückseligkeit nicht gehabt.“

Von sardinien in die nba: ein langer weg
Fois blickt auf seine Karrierezurück. „Ich bin dankbar für die Unterstützung von Ettore Messina und Sergio Scariolo, die den Weg für mich geebnet haben. Es liegt an mir, das Erbe fortzuführen und anderen jungen Talenten die Möglichkeit zu eröffnen.“ Der Italiener ist seit 2017 in der Nationalmannschaft tätig und arbeitet eng mit jungen, amerikanischen Spielern zusammen, die für Italien spielen möchten. „Wir haben die Verantwortung, ihnen die bestmögliche Chance zu geben.“

Die besondere note: datome und die gemeinsame vergangenheit
„Mit Luigi Datome verbindet mich eine besondere Freundschaft“, so Fois. „Wir sind seit unserer Kindheit Freunde, wir haben zusammen auf dem Bolzplatz gespielt. Es ist schön, ihn hier in der Nationalmannschaft wiederzusehen.“ Fois erinnert sich an seine eigene Zeit als Spieler in Santa Croce. „Ich war der Schlechteste, aber ich habe immer versucht, die anderen zu motivieren.“

Ein sardischer akzent in der nba
„Es ist toll, dass es jetzt einen Direktflug von New York nach Olbia gibt“, schmunzelt Fois. „Sardinien ist immer ein Teil von mir, egal wo ich bin.“ Und er fügt hinzu: „Hier in New York fühlt es sich an, als würde ich ein Stück meiner Heimat wiederfinden, wenn ich einen Landsmann treffe.“
Riccardo Fois hat nicht nur einen Titel gewonnen, sondern auch eine Brücke zwischen Italien und den Vereinigten Staaten geschlagen. Ein Triumph, der weit über den Basketball hinausgeht und die Leidenschaft für den Sport in all ihren Facetten feiert.
