Knicks vs. 76ers: kann embiid die serie drehen?
Die Conference Semifinals im Osten stehen vor einem brisanten Wiedersehen: Die New York Knicks treffen auf die Philadelphia 76ers – eine Neuauflage des Erstrundenduells von 2024. Doch dieses Mal lastet ein ganz besonderer Druck auf den Schultern von Joel Embiid, dessen Gesundheit erneut der entscheidende Faktor sein könnte.
Die geister der vergangenheit
Die Erinnerungen an die letztjährige Auftaktserie sind noch frisch. Die Knicks dominierten damals klar, setzten sich in sechs Spielen durch und ließen die Sixers alt aussehen. Jalen Brunson präsentierte sich in Topform, während Embiid offensichtlich nicht bei hundert Prozent war. Eine historische Parallele liefert zudem zusätzliche Würze: Der letzte Serien-Sieg Philadelphias gegen die Knickerbockers liegt weit zurück – 1983, als Moses Malone und Co. die Knicks in sechs Spielen demontierten. Doch die Zeiten haben sich geändert.
Die Reise der Sixers in die nächste Runde war alles andere als ein Selbstläufer. Nach einem zwischenzeitlichen 3-1 Rückstand gegen die Boston Celtics schien die Serie bereits verloren. Doch Embiids Rückkehr auf den Court veränderte das Spielgeschehen dramatisch. Die Sixers kämpften sich zurück, nutzten Tatums Ausfall in Spiel 7 und beendeten damit eine bittere Serie von vier klaren Niederlagen gegen ihren Erzrivalen in den letzten neun Jahren. Ein Befreiungsschlag, der zeigt, was in der Truppe steckt.

Die schlüssel zum erfolg: knicks' defensive und embiids fitness
Die Knicks präsentieren sich als eine schlagkräftige Einheit. Ihre Offensive ist zweitbeste der Liga, doch es ist die Defensive, die derzeit beeindruckt. Seit Jahresbeginn haben sie eine bemerkenswerte Entwicklung durchlaufen und liegen in den Playoffs mit nur 103,8 zugelassenen Punkten pro 100 Ballbesitzen kaum hinter den Top-Defensivteams der Liga. OG Anunoby und Josh Hart sind hier die tragenden Säulen, die bereits in der ersten Runde gegen Atlanta glänzten. Aber auch Mikal Bridges muss dringend mehr Konstanz zeigen, um die Offensive zu unterstützen.
Doch der Blick gilt vor allem Joel Embiid. Seine Gesundheit ist – wie so oft – der entscheidende X-Faktor. Kann er die Belastung von potentiell sieben Spielen gegen eine so physisch starke Mannschaft wie New York aushalten? Und wie wird sich Maxeys Knieverletzung auf seine Leistung auswirken? Die Sixers sind auf seine Punkte und seine Präsenz im Spiel angewiesen. Die Aufgabe für die Knicks wird es sein, Embiid früh unter Druck zu setzen und ihm wenig Raum für leichte Würfe zu lassen.
Paul George muss ebenfalls eine entscheidende Rolle spielen. Seine Erfahrung und sein Scoring-Talent könnten der fehlende Schlüssel sein, um die Verteidigung der Knicks zu knacken. Und auch Rookie VJ Edgecombe hat bereits bewiesen, dass er in den entscheidenden Momenten liefern kann. Die Serie verspricht packende Duelle und wird zeigen, wer die Nerven behält.
Die Bank der Knicks bietet einen klaren Vorteil, den sie unbedingt nutzen müssen. Während die Sixers auf Maxey angewiesen sind, können die Knicks auf eine breitere Rotation bauen und ihren Stars mehr Ruhe gönnen. Eine wichtige Rolle wird auch Mitchell Robinson spielen, der gegen Embiid die Chance hat, seine Klasse zu beweisen und die Defensive der Sixers vor eine harte Nuss zu stellen.

Fazit: ein kampf auf augenhöhe?
Das Comeback der Sixers gegen die Celtics war ein echtes Drama, doch die Knicks wirken stabiler und tiefer besetzt. Die Serie wird ein harter Kampf, aber die Knicks haben die besseren Karten. Die Prognose lautet: Knicks in 6 Spielen. Ein Sieg für New York, der sie einen entscheidenden Schritt näher an die Finals bringen würde, während für Philadelphia die Hoffnung auf eine Wiederauferstehung in der kommenden Saison weiterlebt.
