Knezevic blutet, luzern zittert: abwehr-chef fällt vier wochen aus
Stefan Knezevic spuckt Blut – und der FC Luzern bekommt es mit der Angst zu tun. Ein Schlag beim Training zerriss nicht nur ein Gefäß im Fuß des Innenverteidigers, sondern riss auch ein riesiges Loch in die defensive Stabilität der Schweizer.

Die diagnose: vier wochen pause, vielleicht länger
Der 29-Jährige wird mindestens bis Mitte April fehlen, wie die Zentralschweizer am Montag bestätigten. Das Timing ist brutaler Schlager. Mit 22 Super-League-Einsätzen war Knezevic die Konstante in einer Abwehr, die sich in den letzten Wochen gerade erst berappelt hatte. Drei Cup-Spiele, 1869 Minuten voller Zweikampfmaschine – weg.
Locher in der Viererkette? Trainer Mario Frick muss jetzt improvisieren. Luzern kassierte in den letzten fünf Runden nur drei Gegentore, zwei davon nach Standards. Knezevic’ Kopfballquote von 67 Prozent war dabei das kleine, feine Geheimnis. Wer rückt jetzt neben Marco Burch? Youngster Lars Müller (19) oder doch der wieder genesene Lorik Emini? Die Lösung wird die nächsten Wochen über Sieg oder Niederlage entscheiden.
Der Spielplan liefert keine Gnade: YB, St. Gallen, Basel. Die Top-3 der Liga warten. Ohne Knezevic. Ohne seinen Kompass. Luzerns Tabellenplatz 6 ist kein Polster, sondern ein Brett vor dem Kopf. Die Europa-League-Träume könnten schon Anfang März platzen wie das kaputte Gefäß im Fuß des Abwehrchefs.
Blut im Schuh, Angst im Nacken. So sieht Frühling in Luzern aus.
