Klopp auf schalke-kurs? riquelme plantzt bombe!
Madrid erbebt! Raúl, der legendäre Schalker und neue Macht im Bernabéu, soll Jürgen Klopp als möglichen Nachfolger von Enrique Riquelme ins Auge gefasst haben. Ein Schachzug, der die Fußballwelt überraschte und die spanischen Sportredaktionen in helle Aufregung versetzt.

Ein poker mit ungewissem ausgang
Die Nachricht, die gestern Abend die Runde machte, stammt aus einer offiziellen Erklärung der Riquelme-Kampagne. Demnach soll der Sportdirektor des Projekts, Raúl González Blanco, bereits am Montag Kontakt zu Klopp aufnehmen, um ihm das sportliche Konzept vorzustellen und seine Begeisterung für die Zusammenarbeit zu demonstrieren. Der Knackpunkt: Klopp soll sich ausdrücklich gewünscht haben, nicht in den Wahlkampf eingemischlt zu werden und jegliche Vorab-Vereinbarungen ausgeschlossen haben.
Die Formulierung des Statements, das auch auf Englisch veröffentlicht wurde, wurde offenbar akribisch geprüft und von beiden Seiten abgestimmt. Selbst Klopps Agent, Marc Kosicke, soll den Text schriftlich abgesegnet haben. Man wollte einerseits Riquelmes Interesse an Klopp klar kommunizieren, andererseits aber auch betonen, dass Gespräche erst nach einem Wahlsieg geführt werden sollen.
Doch nun wirbelt ein neuer Wind auf. Kosickes Äußerungen gegenüber einem deutschen Journalisten, in denen er von der anhaltenden Presse-Belästigung sprach, wurden von einigen Seiten als eine Art Desinteresse an der Verpflichtung interpretiert. Eine Reaktion, die innerhalb der Riquelme-Kampagne für Verwunderung sorgte, da alles bisher schriftlich fixiert war.
Die Kampagnenleitung betont, dass bereits ein Treffen vereinbart wurde, sobald Riquelme die Wahl gewonnen hat. Dann sollen die Gespräche in Ruhe und Detail geführt werden. Die proaktive Haltung Klopps wird geschätzt, insbesondere, da er die Bedeutung von Vereinslegenden wie Del Bosque, Iker Casillas, Hierro und natürlich Raúl (der in Deutschland dank seiner Schalke-Zeit eine besondere Stellung einnimmt) hoch bewertet. Diese Faktoren lassen die Verantwortlichen hoffen, Klopp von dem Projekt überzeugen zu können.
Die überraschenden Aussagen von Kosicke wirken in diesem Zusammenhang wie ein unnötiger Störfeuer. Klar ist: Im Wahlkampf werden stets Desmentis als Taktik eingesetzt, doch in diesem Fall, wo alle Details zuvor abgesprochen waren, wirkt es schlichtweg unprofessionell. Es ist ein Spiel, das man kennt – das ‘Never, Never, Never’ mit Beckham, das ‘No’ von Figo – aber eben doch ärgerlich, wenn alles so sorgfältig vorbereitet wurde.
