Klinsmann bangt mit tottenham – kehl als feuerwehrmann?

Tottenham Hotspur steht kurz vor dem Abgrund. Und der gebürtige Stuttgarter Jürgen Klinsmann, einst Retter der Spurs, leidet sichtlich mit. Der ehemalige Bundestrainer schilderte im RTL-Programm „WM-Fieber: Monica Lierhaus und die Bundestrainer“ seine Besorgnis um den Traditionsverein, für den er in den 90er Jahren einmal mehr als nur Tore erzielte.

Die angst vor dem fall ist allgegenwärtig

„Für mich ist das ein gigantischer Klub. Die Menschen, die dort leben, die leiden im Moment. Die haben Angst, die haben richtig Angst“, erklärte Klinsmann. Seine Worte unterstreichen die emotionale Bindung, die der 61-Jährige zu Tottenham immer noch hegt. Schließlich war es Klinsmann, der 1998 in der entscheidenden Phase der Saison mit vier Torengegen Wimbledon den Klassenerhalt sicherstellte. Ein Moment, der für immer in die Vereinsgeschichte einging und Klinsmann zum englischen Fußballer des Jahres machte.

Die aktuelle Situation ist jedoch dramatisch. Tottenham Hotspur kämpft erneut gegen den Abstieg, und Klinsmann kann die Nerven des Teams förmlich spüren. „Ich leide unwahrscheinlich mit Tottenham“, gestand er. „Auf einmal ist man mittendrin im Abstiegskampf. Es sind ganz, ganz prickelnde Momente, aber leider nicht im positiven Sinne.“

Ein überraschender vorschlag: sebastian kehl

Ein überraschender vorschlag: sebastian kehl

Doch Klinsmann hat nicht nur Mitleid, sondern auch konkrete Ideen. Er brachte den Namen Sebastian Kehl, derzeit vereinslos nach seinem Abschied von Borussia Dortmund, ins Spiel. „Ein Posten für mich wäre es nicht. Sebastian Kehl passt da hin. Das wäre eine faszinierende Idee“, so Klinsmann. Kehl bringe das nötige Fachwissen mit, spreche hervorragend Englisch und kenne den englischen Fußball bestens. Eine Wundertüte für die Spurs?

Die Aussagen zeigen, dass Klinsmann dem Verein weiterhin verbunden ist und sich intensiv mit der sportlichen Lage auseinandersetzt. Ob seine Idee, Kehl als Sportdirektor zu installieren, aufgegriffen wird, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch klar: Tottenham Hotspur braucht dringend eine Lösung, um den Abstiegskampf zu überwinden. Und Jürgen Klinsmann drückt die Daumen – aus der Ferne, aber mit all seiner Leidenschaft.