Kimmich zündet den turbo: dfb-kapitän fordert tabula rasa vor der wm

Joshua Kimmich hat die deutsche Fußball-Nationalmannschaft aufgeräumt: Keine Ausreden, kein hängenbleiben an alten Pleiten. „Wir zählen nicht zu den Topfavoriten, weil wir in den vergangenen Turnieren nicht abgeliefert haben“, sagte der 31-Jährige am Dienstag in Herzogenaurach – und schickte seinen Kollegen sofort in den Sprintmodus.

Kein blick zurück, nur nach vorn

Kein blick zurück, nur nach vorn

Die Bilanz der letzten Weltmeisterschaften liest sich für Deutschland wie ein Horrorbuch: Vorrunden-Aus 2018, Achtelfinal-Aus 2022. Kimmich will diese Kapitel endgültig zuklappen. „Wenn es losgeht, interessiert niemanden mehr, was vor vier oder acht Jahren war.“ Stattdessen verlangt der Münchner von jedem Einzelnen „100 Prozent Hingabe und sich reinwerfen“.

Die Marschroute ist klar: Erst zwei Tests – Freitag in Basel gegen die Schweiz, Montag in Stuttgart gegen Ghana –, dann Vollgas in Richtung WM. „Wir sind davon abhängig, dass alle gesund und bereit sind, in eine gute Form zu kommen. Das Wichtigste ist, dass wir alle Mann an Bord haben“, betonte Kimmich. Die Chancen auf einen Neuanfang sieht er trotz Außenseiterrolle: „Wir haben die Chance, noch besser zusammenzuwachsen.“

Die Devise lautet: Schritt für Schritt. „Wir können uns jetzt noch nicht auf die WM konzentrieren – dafür wird der Kader dann vielleicht schon wieder ein bisschen anders aussehen.“ Statt Spekulationen setzt Kimmich auf Taten: „Zwei positive und gute Spiele“ gegen die Schweiz und Ghana sollen den Funken entzünden, der eine Nation wieder an die Weltspitze katapultiert.