Khachanov besiegt fucsovics und fordert alcaraz in doha heraus
Khachanov zieht ins viertelfinale von doha ein
Karen Khachanov hat am Mittwoch seine Favoritenrolle als Nummer 7 der Setzliste gerecht und Marton Fucsovics in drei Sätzen besiegt. Damit trifft der Russe im Viertelfinale des ATP 500 Turniers in Doha auf den jungen Spanier Carlos Alcaraz. Das Duell verspricht hochspannend zu werden, allerdings spricht die bisherige Bilanz deutlich für Alcaraz.

Bilanz spricht für alcaraz
Bisher trafen Khachanov und Alcaraz fünfmal aufeinander, und in allen fünf Begegnungen ging der Sieg an den spanischen Tennis-Phänomen aus El Palmar. Trotzdem wird Khachanov versuchen, die Serie zu brechen und sich gegen den Weltranglistenzweiten durchzusetzen. Es wird ein harter Kampf erwartet, bei dem beide Spieler alles geben müssen.

Glaube und spiritualität: khachanovs besondere rituale
Der 29-jährige Khachanov hat eine bemerkenswerte Gewohnheit: Nach jedem Match, egal ob Sieg oder Niederlage, formt er das Kreuzzeichen. Er erklärt dies mit seinem tiefen Glauben an Gott: “Ich danke Gott, egal was passiert.” Diese Spiritualität findet ihren Ursprung in regelmäßigen Besuchen auf dem heiligen Berg Athos, einer Halbinsel im Ägäischen Meer.
Athos: ein ort der inneren einkehr
Der Berg Athos, ein über 1000 Jahre altes orthodoxes Zentrum, beherbergt 20 Klöster und mehr als 1400 Mönche. Khachanov beschreibt ihn als “die Insel der Heiligen”, wo verschiedene orthodoxe Glaubensrichtungen vertreten sind. “Jedes Mal, wenn ich dorthin gehe, finde ich Frieden und Ruhe. Ich finde meine Spiritualität in der Religion”, so der Tennisspieler.
Trainerwechsel und neue wege
Ende der letzten Saison beendete Khachanov seine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Trainer Pepo Clavet, die seit 2020 bestand. Nun arbeitet er mit dem Kroaten Vedran Martic und Evgeny Donskoy zusammen. Es war Clavet, der ihm das Schachspielen beibrachte, eine Leidenschaft, die Khachanov auch abseits des Platzes pflegt.
Barcelona und gaudí: eine besondere verbindung
Khachanov, der eine Spielgenehmigung für den RCT Barcelona besitzt, entdeckte die katalanische Hauptstadt bereits 2014. Damals war sein Trainer Galo Blanco. Er trainierte gemeinsam mit seinem Landsmann Andrey Rublev beim 4Slam Tennis. Der Moskauer liebt es, durch Barcelona zu schlendern und die Architektur von Antoni Gaudí zu bewundern. “Ich gehe gerne zum Park Güell, zur Sagrada Familia, zur Casa Batlló. Ich gehe auch gerne nach Montserrat.”
Hochzeit am strand und die sehnsucht nach dem meer
Seine besondere Liebe zum Meer führte dazu, dass Khachanov und seine Frau Veronika Shkliaeva die Strandpromenade von Barcelona für ihre Hochzeitsfeier wählten. “Wir wollten ein schönes Foto für einen so besonderen Tag. Am Ende hat es drei Tage lang geregnet, aber sie sagen, Regen bringe Glück”, erinnert er sich. Die religiöse Zeremonie fand zuvor in Russland statt. Veronikas Zwillingsschwester ist mit dem belarussischen Tennisspieler Ilya Ivashka verheiratet.
