Kevin vogt beendet karriere: abschied nach bewegter laufbahn
Schock in der Fußballwelt: Kevin Vogt, ein erfahrener Innenverteidiger mit über 350 Bundesliga-Spielen, hat seine aktive Karriere beendet. Der 34-Jährige wird seinen Vertrag beim VfL Bochum zum Saisonende auflösen und damit einen Schlussstrich unter eine bemerkenswerte, wenn auch von Verletzungen überschattete, Laufbahn ziehen.
Ein abschied aus gesundheitlichen gründen
Die Entscheidung, die Vogt sichtlich schwerfällt, begründet er mit gesundheitlichen und verletzungsbedingten Gründen. Nach einer Saison, in der er kaum eine Rolle spielen konnte, offenbarte ihm sein Körper deutlich, dass er nicht mehr die geforderte Intensität und Belastung aushalten kann. Der Revierklub zitiert Vogt mit den Worten: „Fußball war mein Leben, seit ich denken kann. Mein Körper hat mir in den vergangenen Monaten aber deutlich gezeigt, dass es nicht mehr so weitergeht, wie ich es mir wünsche.“

Von bochum nach hoffenheim: die prägendsten jahre
Vogts Karriere begann in den Jugendmannschaften des VfL Bochum, wo er schließlich 2008 sein Debüt in der Bundesliga feierte. Nach einem Abstecher zum FC Augsburg führte ihn sein Weg 2014 über den 1. FC Köln zur TSG Hoffenheim. Dort erlebte er die prägendsten Jahre seiner Laufbahn, bestritt Spiele in der Champions League und der Europa League und etablierte sich als feste Größe in der Abwehrreihen. Acht Jahre verbrachte er im Kraichgau, nur unterbrochen von einer Ausleihe zu Werder Bremen während der Corona-Saison.
Die Zahlen sprechen für sich: 350 Bundesliga-Einsätze für sechs verschiedene Vereine – nur Michael Spies (mit sieben Klubs) kann diese Quote in der deutschen Oberhaus übertreffen. Vogt war ein Kämpfer, ein Abräumer und ein Führungsspieler, der stets alles für seine Mannschaft gab. Seine Wertschätzung für den VfL Bochum, wo er seine Profikarriere begann, ist unverkennbar. „Der VfL war immer etwas Besonderes. Hier bin ich groß geworden, hier durfte ich Profi werden, hier durfte ich am Ende noch einmal nach Hause kommen“, so Vogt.
Simon Zoller, Direktor Lizenzfußball beim VfL Bochum, würdigt Vogt mit den Worten: „Kevin war jederzeit – gerade auch in dieser schwierigen Phase nach seiner Rückkehr – hochprofessionell. Nicht nur auf dem Platz, sondern auch daneben hat er Verantwortung übernommen und klare Haltung gezeigt. Seine außergewöhnliche Karriere nötigt mir persönlichen und uns als Verein höchsten Respekt ab.“
Es bleibt abzuwarten, welche Rolle Vogt in Zukunft im Fußball spielen wird. Ob er seine Expertise als Trainer oder Co-Trainer einbringen wird, oder sich einem anderen Bereich widmet, steht noch in den Sternen. Eines ist jedoch gewiss: Der Fußball wird einen erfahrenen und charakterlichen Mann vermissen.
