Keine generellen trinkpausen in bundesliga und em!

Fußballfans in Deutschland können aufatmen: Die umstrittenen, verpflichtenden Trinkpausen, wie sie während der letzten WM in Katar eingeführt wurden, bleiben vorerst aus. Weder die Deutsche Fußball Liga (DFL) noch die Europäische Fußball-Union (UEFA) planen, diese Regelung in der Bundesliga, 2. Liga, Champions League oder bei der EM 2028 einzuführen. Das bedeutet, das Spiel wird nicht unnötig unterbrochen.

Flexibilität statt starre regeln: so geht

Flexibilität statt starre regeln: so geht's weiter

Die DFL hält an ihrer bisherigen Praxis fest: „Über Trinkpausen wird weiterhin je nach Wetterlage situativ entschieden“, so eine Sprecherin. Das bedeutet, bei extremer Hitze können Schiedsrichter durchaus Pausen anordnen, um die Gesundheit der Spieler zu schützen. Aber es wird keine automatische Pause zur festgelegten Zeit geben, unabhängig von den tatsächlichen Bedingungen. Es geht um eine intelligente Anpassung an die jeweilige Situation, nicht um eine willkürliche Unterbrechung des Spielrhythmus.

Auch die UEFA folgt diesem Ansatz. Die medizinischen Richtlinien sehen Pausen bei Temperaturen ab 35 Grad Celsius oder einem hohen Hitzeindex (WBGT-Wert von 32) vor. Allerdings dürfen Schiedsrichter auch bei geringeren Werten Pausen anordnen, wenn sie dies für notwendig erachten. Die UEFA hat klargestellt, dass sie die bestehenden Regularien nicht ändern wird – ein deutliches Zeichen dafür, dass der Fokus weiterhin auf dem Fluss des Spiels liegt.

Kritiker bemängelten an den verpflichtenden Pausen nicht nur die Störung des Spielverlaufs, sondern auch die Gunst, die sie vor allem den Fernsehsendern bot, die in dieser Zeit Werbespots schalten konnten. Die Einführung der Pausen während der WM im vergangenen Jahr erfolgte als Reaktion auf die extreme Hitze in Katar, wo die Spiele teilweise unter geschlossenem Dach stattfanden. Die FIFA führte damals eine dreiminütige Trinkpause in beiden Halbzeiten ein, unabhängig von der Temperatur. Das Ergebnis: Ein Spiel, das unnötig in die Länge gezogen wurde.

Die Entscheidung der DFL und der UEFA ist ein Sieg für den Fußball, wie wir ihn lieben: dynamisch, spannend und ohne unnötige Unterbrechungen. Es bleibt abzuwarten,wie sich die Schiedsrichter in der kommenden Saison verhalten werden. Aber eines ist klar: Der Spaß am Spiel steht im Vordergrund.