Kehl raus! bvb trennt sich sofort vom sportdirektor – nachfolger schon klar?
Der BVB schlägt die Bombe am Sonntagmittag: Sebastian Kehl ist mit sofortiger Wirkung weg. Kein Sommer, keine Übergangslösung – aus, vorbei. Nach acht Jahren in der Führungsetage stoppt der ehemalige Mittelfeld-General abrupt seine Schwarz-Gelbe Karriere.
Warum jetzt? die wahrheit steckt im kleingedruckten
Lars Ricken spricht von „einvernehmlich“, klingt wie ein sanfter Handschlag. Doch hinter den Kulissen brodelte es seit Wochen. Die Champions-League-Gruppenphase war ein Desaster, DFB-Pokal-Aus in Augsburg, die Liga nur noch ein Kampf um Platz zwei. Ein Vorstand, der sich fragt, ob Kehls Recruiting-Strategie nach dem Finale 2024 verpennt hat. Die Antwort lautet: offenbar ja.
Die Liste der Baustellen ist lang. Julian Brandt will weg, Niklas Süle wird gedrängt, Salih Özcan sucht ein neues Zuhause. Drei Profis, die Kehl persönlich holte – und die nie die erhoffte Verstärkung wurden. Dazu die zögerliche Vertragsverlängerung mit Nico Schlotterbeck. Kein Wunder, dass die Geschäftsführung die Reißleine zieht.

Der nachfolger kommt aus frankfurt – und hat schon einen plan
Markus Krösche ist kein Geheimnis mehr. Der Sportvorstand von Eintracht Frankfurt soll die Kompetenzen von Kehl und Geschäftsführer Carsten Cramer künftig allein vereinen. Krösche baute die Hessen um, holte Randal Kolo Muani für lau und verkaufte ihn für 95 Millionen. Genau diese Mischung aus Scouting-Genie und kaltem Verkaufsgeschick fehlt dem BVB seit dem Dembélé- und Pulisic-Zeitalter.
Kehl selbst? Er wird nicht lange ausruhen. Der HSV wartet bereits mit einem Konzept, das ihn als Sportvorstand auf die Tribüne der Volksparkstadion lotsen soll. Hamburg sucht einen Namen, der Vertrauen schafft – und Kehl sucht einen Klub, der ihm erlaubt, ohne historische Ballast neu aufzustellen. Passt.
Für den BVB beginnt ein Sommer ohne Netz. Kein Sportdirektor, kein klarer Kader, dafür ein Vorstand, der endlich wieder mit dem Rekordmeister mithalten will. Die Trennung von Kehl ist kein Ende, sondern ein Schnitt. Ob er richtig war, zeigt sich spätestens, wenn die Südtribüne im September wieder brüllt.
