Katrin müller-hohenstein: 20 jahre sportstudio – eine bilanz und blick nach vorn
- 20 Jahre sportstudio: eine institution im wandel
- Von vorreiterin zur kollegin: die entwicklung der frauen im sportjournalismus
- Ein wettrennen gegen die zeit: die sendungsrekorde
- Vertrag bis 2027: zwei highlights stehen bevor
- Olympia in mainz: eine andere perspektive
- Lieblingsdisziplin und sorge um lindsey vonn
- Magische momente: britta steffen und das fechten in paris
20 Jahre sportstudio: eine institution im wandel
Katrin Müller-Hohenstein blickt auf zwei Jahrzehnte als Moderatorin des aktuellen Sportstudios im ZDF zurück. In einem Interview mit SPORT BILD spricht die 60-Jährige über die Veränderungen, ihre Leidenschaft für den Sport und die Herausforderungen, die sich im Laufe der Jahre ergeben haben. Besonders deutlich hat sich der Rahmen der Sendung durch die Einführung des Samstagabendspiels der Bundesliga verändert, das exklusiv im Sportstudio zusammengefasst wird.

Von vorreiterin zur kollegin: die entwicklung der frauen im sportjournalismus
Zu Beginn ihrer Karriere war Müller-Hohenstein eine Pionierin. Damals war die Tatsache, dass eine Frau das Sportstudio moderierte, noch eine Nachricht. Heute ist die Situation anders, und das freut sie. „Es sind so viele Frauen im Sport-Fernsehen, und die sind alle so cool,“ sagt sie. Diese Entwicklung erleichtert ihr die Arbeit enorm und nimmt den Druck, die einzige Frau in einem männerdominierten Bereich zu sein.

Ein wettrennen gegen die zeit: die sendungsrekorde
Mit der nächsten Sendung am 14. März wird Müller-Hohenstein bereits ihre 268. Ausgabe des aktuellen Sportstudios moderiert. Damit liegt sie kurz vor Harry Valérien (283), der ewige Dritte. Vor ihm rangieren noch Dieter Kürten (375) und Michael Steinbrecher (324). Sie gibt zu, dass sie sich lange nicht um die Anzahl ihrer Sendungen gekümmert hat, aber nun ist es für sie eine kleine „sportliche Herausforderung“, in die Top 3 zu kommen.

Vertrag bis 2027: zwei highlights stehen bevor
Ihr Vertrag beim ZDF wurde im vergangenen Jahr um drei Jahre bis Ende 2027 verlängert. Dieses Jahr stehen zwei besonders spannende Ereignisse an: die Fußball-Weltmeisterschaft und die aktuell laufenden Olympischen Winterspiele. Müller-Hohenstein ist begeistert von Olympia, das sie bereits zum zehnten Mal für das ZDF begleitet. „Olympia ist das Größte! Wenn das Feuer brennt, dann macht das was mit dir,“ schwärmt sie.
Olympia in mainz: eine andere perspektive
Im Gegensatz zu früheren Olympischen Spielen moderiert Müller-Hohenstein diesmal nicht vor Ort in Mailand, sondern im Studio in Mainz. Sie betont jedoch, dass sie sich in Mainz wohlfühlt und die Organisation gut funktioniert. Die verteilten Austragungsorte in Norditalien hätten es schwierig gemacht, Gäste in einem zentralen Studio zu empfangen. Stattdessen werden Reporter vor Ort Interviews führen.
Lieblingsdisziplin und sorge um lindsey vonn
Müller-Hohenstein verrät, dass sie besonders gerne Abfahrtslauf schaut, eine Leidenschaft, die sie von ihrem Vater geerbt hat. Sie bewundert die Athleten, die mit hoher Geschwindigkeit die Pisten hinunterrasen. Allerdings findet sie es mittlerweile zu gefährlich und rücksichtslos auf den Pisten. Besonders betroffen zeigte sie sich von der Verletzung von Lindsey Vonn: „Ich hatte mich sehr auf Lindsey Vonn gefreut! Die Frau ist so mutig.“ Sie drückt Vonn die Daumen, dass sie noch am Abfahrtslauf teilnehmen kann.
Magische momente: britta steffen und das fechten in paris
Als ihren magischsten Olympia-Moment nennt Müller-Hohenstein die Olympiasiege von Britta Steffen 2008 im Water Cube von Peking. In ihrer Freizeit geht sie gerne schwimmen. Auch das Fechten bei den Spielen in Paris hat sie überwältigt, insbesondere die Atmosphäre und das Singen der Marseillaise. Diese und viele andere Momente bleiben ihr in Erinnerung.
