Kassel schlägt nauheim nieder – playoff-heimrecht perfekt

Die Kassel Huskies haben das letzte Hessen-Derby der DEL2-Hauptrunde mit 3:2 beim EC Bad Nauheim gewonnen und sich damit Rang zwei und das komplette Playoff-Heimrecht gesichert. 8.123 Zuschauer in der Colonel-Knight-Halle sahen ein Spiel, das lange offen blieb, ehe die Schlittenhunde in der 57. Minute die Führung erzielten und nicht mehr hergaben.

Derby ohne nachspielzeit, aber mit nachspiel

Bad Nauheim muss nun bangen. Die Wetterauer bleiben Tabellen-Vorletzter, haben aber nur einen Punkt Vorsprung auf die Blue Devils Weiden. Am Sonntag (17 Uhr) empfangen die Hessen die Dresdner Eislöwen – ein Verlust ohne Punkt würde den ECN auf den letzten Playdown-Platz und damit ins Auswärtsterrain befördern. „Wir haben 60 Minuten alles reingeworfen, aber Kassel war eine Nummer zu groß“, sagte Nauheims Kapitän David Maier nach dem Schlusssirenen-Echo.

Die Huskies dagegen reisen entspannt nach Bayreuth. Trainer Tim Bast rotierte seine Reihen, schonte Top-Scorer Tyler Spurgeon und kann nun mit zwei Siegen in den Playoffs gegen die Lausitzer Füchse starten. Die Moral stimmt: Seit sieben Partien haben die Nordhessen nicht mehr verloren.

Frankfurt verspielt punkt im penalty-krimi

Frankfurt verspielt punkt im penalty-krimi

Ein Punkt war auch für die Löwen Frankfurt drin, doch das reicht nicht mehr. Gegen Iserlohn führte der DEL-Tabellenletzte zweimal, kassierte 13 Sekunden vor Ende doch noch den Ausgleich und verlor in der Overtime mit 4:5. Die Saison ist damit endgültig gelaufen, der Abstieg nur noch Formsache. „Wir haben gekämpft wie Löwen – aber eben auch wie welche ohne Beißzähne“, sagte ein sichtlich mitgenommener Coach Jeff Tomlinson.

Die Kassel-Fans feierten ihre Jungs bis nach Mitternacht vor der Halle, die Nauheimer zogen enttäuscht in die Altstadt. Am Sonntag entscheidet sich, ob das Playdown-Heimrecht in Hessen bleibt – oder nach Oberbayern abwandert. Die Zahlen sind klar: Wer am letzten Spieltag punktet, hat das Schlüssel zu eigenem Eis.