Kassel: alexi hört auf – matys übernimmt, reuter wird videoanalyst!
Ein Kapitel geht zu Ende, ein neues beginnt: Nach 13 Jahren und dem Aufstieg von der Kreisliga A in die Hessenliga tritt Lothar Alexi im Sommer seinen Rücktritt als Trainer von CSC 03 Kassel an. Sein Nachfolger, Jaroslaw Matys, steigt aus den eigenen Reihen auf – ein Wechsel, der sowohl Kontinuität als auch frischen Wind verspricht.
Alexi: eine ära voller höhen und tiefen
Die Bilanz von Lothar Alexi beim CSC 03 Kassel ist beeindruckend. Er führte die Nordhessen durch die Ligen, hinterließ tiefe Spuren und etablierte den Verein in der Hessenliga. Seine Entscheidung, nach 13 Jahren Schluss zu machen, sei kein spontaner Impuls gewesen, sondern das Ergebnis eines „reifesten Prozesses“, wie er selbst erklärt. Mit 70 Jahren im August will er sich neuen Herausforderungen widmen, wird aber dem Verein als Sportlicher Leiter zur Seite stehen – eine Hommage an den 2025 verstorbenen Sponsor und Funktionär Dirk Lassen-Beck, dem er viel verdankt.

Matys: jung, engagiert und bereit für den sprung
Jaroslaw Matys, bisher Co-Trainer, übernimmt die Leitung des Teams. Der 39-Jährige bringt Erfahrung aus Regionalliga- und Hessenliga-Zeiten mit und wird von Jan Iksal (spielender Assistent) und Alexander Bartuli (Torwarttrainer) unterstützt. Ein besonderer Gewinn ist die Zusage von Christoph Reuter, der seine aktive Karriere beendet und als Videoanalyst zur Verfügung steht. „Ich bin dem Verein dankbar, dass er mir im besten Fall eine Hessenliga-Mannschaft übergibt“, so Matys, der seine erste Cheftrainer-Station im Seniorenbereich mit „reiner Freude“ erwartet. Sein Ziel: Eine Mannschaft, die sowohl eine Viererkette als auch eine Dreier- oder Fünferkette beherrschen kann – taktische Flexibilität für die Herausforderungen der Hessenliga.

Verlängerungen und abgänge: der kader für die zukunft
Während Kevin Nennhuber und Tim Bode den Verein verlassen werden, haben Nils Stendera, Mate Mustapic, Toni Lecke, Nico Möller, Leon Koch, Simon Kauf und Marvin Urban ihre Verträge verlängert. Ein Zeichen für die Kontinuität und das Vertrauen in den Kader. Das Team steht aktuell mit 31 Punkten auf dem 14. Platz der Tabelle und kämpft im Saisonendspurt um den Klassenerhalt.
„Es läuft recht positiv“, so Alexi. „Die Umstellung auf eine Fünferkette hat uns deutlich stabilisiert, und der Kader ist ausgeglichener geworden.“ Auch wenn der Start schwer war und einige Punkte durch Verletzungen und Anpassungsprobleme verloren gingen, ist man auf einem guten Weg. Der Klassenerhalt, möglichst schon vor dem Duell mit Eintracht Frankfurt II, bleibt das große Ziel. Die letzten sieben Partien der Saison werden entscheidend sein.
