Karthago-finale: atlético entschädigt fans trotz fehlentscheidungen
Die Debatte um das Finale des Copa del Rey in Sevilla tobt weiter – und nicht nur wegen des Spielausgangs. Besonders die Organisation für Fans mit eingeschränkter Mobilität sorgte für massive Kritik und Bilder, die das Ansehen des spanischen Fußballverbands (RFEF) trüben. Atlético Madrid reagiert prompt und versucht, den Imageschaden zu begrenzen.

Schnelle reaktion: atlético kümmert sich um betroffene anhänger
Die Bilder aus Sevilla waren erschreckend: Fans mit Behinderung und ihre Begleiter wurden auf Plätze mit kaum Sicht auf das Spielfeld verwiesen. Die Enttäuschung war groß, die Beschwerden in den sozialen Medien überschwappten. Atlético Madrid zögerte nicht und bot den 46 betroffenen Anhängern und ihren Begleitern umgehend die Rückerstattung der Eintrittskarten an. Ein schneller Schritt, um wenigstens einen Teil des Unbehagens zu lindern.
Doch damit nicht genug. Der Verein plant, die Kosten für die Karten von der RFEF einzufordern. „Wir werden uns an die RFEF wenden, um sicherzustellen, dass sie für die entstandenen Kosten aufkommen“, so eine Vereinsmitteilung. Die Geste sei ein Zeichen der Wertschätzung gegenüber den treuen Fans, die trotz der widrigen Umstände ihre Mannschaft unterstützt haben.
Die RFEF steht nun vor der Aufgabe, die Vorfälle aufzuklären und sicherzustellen, dass sich ein solcher Fehltritt nicht wiederholt. Die Bilder aus Sevilla zeigen deutlich, dass die Barrierefreiheit im spanischen Fußball noch lange nicht gewährleistet ist. Atlético Madrid hat mit seiner schnellen Reaktion gezeigt, dass der Verein die Bedürfnisse seiner Fans ernst nimmt – eine wichtige Botschaft in einer Zeit, in der die Erwartungen an den Fußball immer höher werden. Die Frage, ob die RFEF diesem Beispiel folgt, bleibt abzuwarten.
Die Zahl der Fans mit eingeschränkter Mobilität, die trotz der unzureichenden Organisation die Reise nach Sevilla angetreten sind, spricht Bände. Es ist ein Appell an alle Verantwortlichen, die Inklusion im Fußball nicht zu vergessen und sicherzustellen, dass jeder Fan die Möglichkeit hat, sein Team leidenschaftlich anzufeuern – unabhängig von seinen körperlichen Voraussetzungen. Denn Fußball verbindet, und das sollte auch für alle gelten.
