Kara: rapid-schlüsselspieler im meisterrennen?

Wien – Die Meistergruppe der Bundesliga ist in vollem Gange, und Rapid Wien steht vor einer entscheidenden Phase. Um im Titelrennen noch ernstzunehmend mitreden zu können, müssen die Hütteldorfer in den kommenden Duellen gegen Hartberg punkten. Ein Mann, auf den das Team besonders bauen kann, ist Routinier Ercan Kara – und seine Torjägerqualitäten könnten der Schlüssel zum Erfolg sein.

Kara und hartberg: eine erfolgsgeschichte

Kara und hartberg: eine erfolgsgeschichte

Die Beziehung zwischen Ercan Kara und dem TSV Hartberg ist alles andere als gewöhnlich. Bereits bei seinem Bundesliga-Debüt für Rapid gelang es dem Angreifer, sein erstes Tor im österreichischen Oberhaus zu erzielen. In der Nachspielzeit, nach einer Ecke, war Kara zur Stelle, um den Ball über die Linie zu drücken und den wichtigen Ausgleichstreffer zu markieren. Eine Szene, die den Anfang einer besonderen Rivalität markierte.

“Schöne Erinnerungen”, schmunzelte Kara im Vorfeld des Wiederbegegnung am Sonntag (14:30 Uhr, LIVE! bei kicker). Er weiß, dass Hartberg ein Gegner ist, der ihm “ein bisschen liegt”. Tatsächlich ist der TSV jener Verein, gegen den der 30-Jährige im Profibereich die meisten Treffer erzielt hat – stolze fünf Stück. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis harter Arbeit und einer besonderen Affinität zum Spiel gegen die Oststeirer.

Der Fokus liegt auf der Mannschaft: Kara ist zwar ein instinktiver Torjäger, betont aber stets die Bedeutung des Kollektivs. “Ich bin Stürmer, mich freut's immer, wenn ich Tore mache”, so Kara, “aber für mich liegt der Fokus immer auf der Mannschaft. Wichtig ist nicht, wer die Tore macht, sondern dass wir sie machen.” Seine Einstellung spiegelt den Teamgeist wider, den Rapid verkörpern möchte.

Und die Geschichte wiederholt sich: Auch sein jüngstes Tor in dieser Saison gelang Kara gegen Hartberg, als er Rapid Ende August in der 82. Minute zum knappen 1:0-Auswärtssieg schoss. Ein weiteres entscheidendes Tor, erneut als Joker von der Bank. “Wenn ich gebraucht werde, bin ich da”, beweist Kara immer wieder. Seine Erfahrung und sein Torinstinkt sind unbezahlbar.

Trainer Johannes Thorup scheint Kara ebenfalls zu schätzen. “Ich wäre dumm, hätte ich ihn nicht in meinen Überlegungen für die Startelf”, erklärte der Däne. Angesichts der anstehenden englischen Woche und der Belastung für den Kader plant Thorup eine verstärkte Rotation. Nach dem Spiel in Hartberg folgt bereits am Mittwoch das Rückspiel in Wien, bevor am darauffolgenden Sonntag der Schlager gegen Salzburg ansteht. Kara könnte in den kommenden Spielen eine noch größere Rolle spielen, sowohl von Beginn an als auch als Joker.

Die kommenden Spiele werden zeigen, ob Kara seine Torjägerqualitäten erneut unter Beweis stellen und Rapid einen wichtigen Schritt im Meisterrennen ermöglichen kann. Es bleibt spannend!