Kap verde: sensationssieg gegen uruguay – varela schreibt geschichte!

Ein Fußballmärchen nimmt seinen Lauf: Kap Verde hat Uruguay mit 2:2 überrascht und damit die K.o.-Runde ernsthaft ins Visier genommen. Helio Varela, der Matchwinner, wurde nach seinem späten Ausgleichstor auf den Schultern der jubelnden Fans getragen – ein Bild, das in die Geschichte des afrikanischen Fußballs eingehen wird.

Der underdog beißt sich fest

Der underdog beißt sich fest

Vor wenigen Tagen schien die Chance auf das Achtelfinale noch eine ferne Utopie, doch die "Blauen Haie" aus Kap Verde haben bewiesen, dass mit Leidenschaft und Kampfgeist alles möglich ist. Das Team, das in der Weltrangliste weit hinter Uruguay angesiedelt ist, hat nicht nur gegen Spanien, sondern nun auch gegen die Südamerikaner gepunktet und damit für eine Sensation gesorgt.

Der Schlüssel zum Erfolg lag in der ungebrochenen Mentalität und der taktischen Flexibilität des Teams unter Trainer Pedro Leitao Brito, der von allen nur "Bubista" genannt wird. "Egal, wie klein du auch bist, wenn du den Willen hast, für das zu kämpfen, was du haben willst, dann erreichst du es auch meistens“, betonte Brito nach dem Spiel.

Kevin Pina eröffnete mit einem Freistoß aus der Distanz den Torreigen für die Kapverden (21.). Doch Uruguay konterte mit zwei schnellen Treffern durch Maxi Araujo und Agustin Canobbio. Die Partie schien entschieden, doch dann kam Helio Varela.

Der 24-jährige Maccabi Tel Aviv-Profi lauerte clever auf einen Fehler der uruguayischen Abwehr und vollendete einen schlampigen Rückpass zum umjubelten Ausgleich (61.). Ein Tor, das nicht nur den Punkt sicherte, sondern auch die Hoffnung auf den Aufstieg beflügelte.

Es ist eine Geschichte der Wandlung. Vor drei Jahren lehnte Varela noch die Nominierung für den Afrika-Cup ab, was bei den Fans für Enttäuschung sorgte. Nun ist er der strahlende Held, ein Symbol für den unbändigen Willen der Mannschaft. „Für die Welt mag es eine Überraschung sein, aber für uns nicht“, erklärte Pina nach dem Spiel.

Torwart Vozinha, dessen Mutter extra aus der Heimat eingeflogen war, hatte ebenfalls seinen großen Moment und bewahrte das Unentschieden mit mehreren Glanzparaden. Doch es war nicht er, sondern Varela, der den entscheidenden Moment bescherte.

Das letzte Gruppenspiel gegen Saudi-Arabien am Freitagabend (2:00 Uhr) wird entscheidend sein. Ein Sieg würde Kap Verde nicht nur in die K.o.-Runde bringen, sondern sogar den Gruppensieg ermöglichen – ein Szenario, das noch vor wenigen Wochen als unmöglich galt.

Die Kapverden haben bewiesen, dass Größe nicht von der Bevölkerungszahl abhängt, sondern von der Leidenschaft und dem Glauben an die eigenen Fähigkeiten. Ein Fußballmärchen, das noch lange nicht zu Ende erzählt ist.