Kane jagt lewandowkis 41-tore-monster – und plant den coup in fünf-satz-staffeln

30 Treffer, zehn Spieltage, ein Ziel: Harry Kane will die Marke von 41 Toren knacken, die Robert Lewandowski 2020/21 aufstellte. «Ich bin sicher in einer guten Position», sagt der Bayern-Stürmer der Bild, «es wird schon schwer, ihn zu schlagen.» Kein understatement, sondern ein Kalkül.

Die methode kane: 5-spiele-pakete statt endlos-checkliste

Die methode kane: 5-spiele-pakete statt endlos-checkliste

Während viele Angreifer sich einfach «Treffen, so viel wie möglich» auf die Stirn schreiben, zerlegt der Engländer die Restsaison in Etappen à fünf Partien. «Von jetzt bis zur Länderspielpause haben wir fünf Spiele. Schaffe ich fünf Tore?» Danach folgt ein Blick auf das Gegner-Tableau. Champions-League-Kracher gegen Atalanta? Da rechnet er hart. Heimspiele gegen Gladbach, Leverkusen und Union? Da kalkuliert er eiskalt. So entsteht ein Mini-Ziel: ein Tor pro Partie. «Wenn ich die erreiche, bin ich happy.»

Dabei ist der Rekord für ihn Nebensache. «Es geht darum, was ich denke, was ich erreichen sollte.» Lewandowski habe seinerzeit «ein paar Spiele verpasst, dafür viele Hattricks erzielt». Die Botschaft: Tore in Bündeln holen, nicht nur stetig. Kane spürt, dass die Liga enger geworden ist. Gegnerische Abwehrreihen stellen sich auf seine Tiefe ein, Schwalben werden weniger gepfiffen, der Platz wird kleiner. Seine Antwort: kleinere Pläne.

Die Zahlen sprechen für ihn. Bei 30 Treffern nach 24 Spielen liegt er exakt auf Lewandowski-Kurs; der Pole kam in der Rekordsaison auf 41 Tore bei 29 Einsätzen. Der Unterschied: Lewandowski traf in 16 Partien mindestens doppelt, Kane bisher in neun. Doch er hat noch zehn Spiele, darunter drei Heimpartien, in denen er in dieser Saison bereits 19-mal erfolgreich war.

Die Frage ist nicht mehr, ob er den Rekord bricht, sondern wann er sich selbst in seine Mikro-Ziele verbeißt. Fünf Tore bis zur Länderspielpause, danach fünf weitere im Endspurt. Wenn der Plan aufgeht, steht er am 34. Spieltag bei exakt 40 Treffern – und tritt in Bremen an, um das 41. zu erzielen. Dann wäre nicht nur ein Rekord fällig, sondern auch eine neue Methode zum Torjägerkönig gekrönt.