Kandie: doping-skandal erschüttert kenianische langstrecke!

Ein Schock für die Leichtathletikwelt: Der ehemalige Halbmarathon-Weltrekordler Kibiwott Kandie wurde für sieben Jahre von allen Wettkämpfen ausgeschlossen. Die Athletics Integrity Unit (AIU) bestätigte die Sperre aufgrund eines verweigerten Dopingtests und eines manipulierten Kontrollverfahrens – ein erneuter Schlag für den Ruf der kenianischen Langstreckenläufer.

Verzweifelte versuche, die kontrolle zu umgehen

Der Vorfall ereignete sich bereits am 1. März 2025, als Dopingkontrolleure bei Kandie in Kenia auftauchten. Doch anstatt einer freiwilligen Probenabgabe, verzögerte der Kenianer die Prozedur auffällig und führte währenddessen zahlreiche Telefonate. Eine anschließende Auswertung seines Mobiltelefons deckte verdächtige Gespräche mit einer Pflegekraft in Eldoret auf, die regelmäßig Überweisungen von Kandie erhalten hatte. Diese Pflegekraft, so Kandie später, habe regelmäßig seinen Hämoglobinwert analysiert – ein klarer Hinweis auf mögliche Versuche, die Dopingkontrolle zu beeinflussen.

Um seine Weigerung zu rechtfertigen, präsentierte Kandie später gefälschte Dokumente, die eine dringende Anwesenheit bei einer Baustelleninspektion in Eldoret belegen sollten. Ein offensichtlicher Bluff, der die AIU alarmierte und die Ermittlungen weiter intensivierte. Die Tatsache, dass Kandie letztendlich ein Schuldeingeständnis abgab, führte zu einer milderen Strafe von sieben Jahren statt der maximal möglichen Acht.

Ein teufelskreis des doping-missbrauchs

Ein teufelskreis des doping-missbrauchs

Kandies Fall ist kein Einzelfall. Er reiht sich in eine lange und traurige Liste von Dopingverstößen kenianischer Langstreckenläufer ein. Die nationale Anti-Doping-Agentur Kenias hatte Anfang März bereits 27 Athleten vorläufig suspendiert. Namen wie Rita Jeptoo, die ehemalige Siegerin von Boston und Chicago, und die Marathon-Weltrekordlerin Ruth Chepngetich, die für drei Jahre gesperrt wurde, sorgten bereits für Schlagzeilen. Seit 2017 wurden rund 150 kenianische Athleten von der AIU suspendiert – mehr als aus jedem anderen Land weltweit.

Die Frage, wie es zu dieser erschreckenden Entwicklung kommen konnte, bleibt unbeantwortet. Die Schatten des Doping-Missbrauchs verdunkeln den Glanz kenianischer Erfolge im Langstreckenlauf und werfen ein trübes Licht auf die Integrität des Sports. Der Fall Kandie unterstreicht die Notwendigkeit eines radikalen Umdenkens und einer Verschärfung der Kontrollen, um die Glaubwürdigkeit des Sports zu schützen. Es bleibt abzuwarten, ob die kenianischen Behörden und der kenianische Leichtathletikverband in der Lage sind, dieser Spirale der Unsportlichkeit ein Ende zu setzen.