Kanada-gp: mclaren-debakel! norris und piastri verlieren führung und podiumschancen
Montreal – Ein Auftakt nach Maß, der sich in einem Albtraum wandelte: McLaren hat beim Großen Preis von Kanada eine verheerende Strategiewette verloren. Bereits nach wenigen Runden des Rennens, das unter schwierigen Bedingungen begann, drohten die Hoffnungen auf eine Podestplatzierung für Lando Norris und Oscar Piastri im Rauch aufzugehen.
Die falsche wahl: intermediates im trockenen
Die Ausgangslage war denkbar knifflig: Nieselregen über der Rennstrecke stellte die Teams vor die Frage aller Fragen: Trockenreifen oder Intermediates? Während Mercedes, Ferrari und Red Bull auf die bewährten Trockenreifen (Soft) setzten, entschied sich McLaren für eine riskante Gegenstrategie. Norris und Piastri starteten auf Intermediates – eine Entscheidung, die Sky-Experte Ralf Schumacher bereits vor dem Start als fatal bezeichnete. „Ich lehne mich jetzt aus dem Fenster und sage, sie haben hier schon das Rennen verloren!“, kommentierte er.
Doch zunächst schien sich das riskante Schachspiel auszuzahlen. Norris überholte prompt mehrere Mercedes-Piloten und übernahm die Führung. Ein Hoffnungsschimmer für McLaren? Die Freude währte jedoch nur kurz. Die Strecke trocknete schneller als erwartet ab, und die Intermediates waren nicht mehr zu gebrauchen. Piastri funkte bereits nach zwei Runden an die Box: „Es fühlt sich an, als hätte der Regen aufgehört. Ich denke, es ist Zeit für Slicks, sollen wir reinkommen?“ Seine Worte waren ein deutliches Zeichen der Verzweiflung: „Diese Intermediates sind jetzt ein Fehler.“
Ein katastrophaler Boxenstopp und eine Überrundung
Auch Norris musste kurz darauf einen Stopp einlegen, verlor dabei rund 20 Sekunden auf die Konkurrenz und sah sich gezwungen, die Führung abzugeben. Das Rennen schien für McLaren bereits gelaufen. Doch es sollte noch schlimmer kommen. Piastri geriet in Runde 13 in einen Unfall mit Alexander Albon (Williams) und musste erneut an die Box. Das Ergebnis: Der junge Australier wurde von den beiden führenden Fahrern überrundet – ein demütigendes Szenario für das renommierte Team.
Die Entscheidung, mit Intermediates zu starten, wird McLaren teuer zu stehen kommen. Es bleibt abzuwarten, ob das Team aus diesem Fehlstart die richtigen Lehren zieht und in den kommenden Rennen wieder an die Spitze zurückkehren kann. Die Konkurrenz wird es nicht versäumen, die Schwäche auszunutzen. Die Frage ist: Kann McLaren den Imageschaden beheben und wieder zu alter Stärke zurückfinden?

Verstappen bleibt unantastbar
Während McLaren am Scheideweg steht, festigt Max Verstappen seinen Status als unangefochtenen Weltmeister. Trotz einiger Frustrationen während des Rennens bleibt er ein Kraftpaket, das schwer zu stoppen ist. Ralf Schumacher sieht für Verstappen trotz allem nur Red Bull als Option – eine Aussage, die die Dominanz des Niederländers im aktuellen Formel-1-Feld unterstreicht.
