Kanada triumphiert im curling – nach „boop-gate“ zum olympiasieg

Gold für kanada: ein triumph nach turbulenten tagen

Cortina d'Ampezzo – Die kanadische Curling-Nationalmannschaft hat sich bei den Winterspielen in Cortina d'Ampezzo zum Olympiasieger gekrönt und damit eine dramatische Woche erfolgreich abgeschlossen. Nach den umstrittenen Vorwürfen im Zusammenhang mit dem sogenannten „Boop-Gate“ zeigte das Team um Skip Brad Jacobs eine beeindruckende Leistung und besiegte Großbritannien im Finale mit 9:6. Es ist die vierte Goldmedaille für Kanada in der Curling-Geschichte, der letzte Sieg liegt bereits 2014 bei den Olympischen Spielen in Sotschi vor.

Das finale: ein packender kampf bis zum schluss

Das finale: ein packender kampf bis zum schluss

Das Finale gegen Großbritannien war ein hochspannendes Duell, in dem sich beide Teams nichts schenkten. Bis zum vorletzten End war der Ausgang völlig offen. Kanada, angeführt von Skip Jacobs, konnte einen Rückstand von 5:6 in eine Führung von 8:6 verwandeln und somit die Weichen für den Sieg stellen. Großbritannien versuchte zwar noch, das Spiel in ein Extra-End zu ziehen, scheiterte jedoch am starken kanadischen Team.

„Boop-gate“: der skandal, der das turnier überschattete

„Boop-gate“: der skandal, der das turnier überschattete

Die Olympischen Spiele wurden von dem Eklat überschattet, der sich im Duell zwischen Kanada und Schweden ereignete. Marc Kennedy, Third des kanadischen Teams, hatte seinem schwedischen Gegner Oskar Eriksson nach einem vermeintlichen Regelverstoß ein deutliches “Verpiss Dich!” zugerufen. Der Vorfall, der als „Boop-Gate“ bekannt wurde, löste eine hitzige Debatte über den Geist des Curlings aus.

Kennedy: „der geist des curlings ist tot“

Marc Kennedy äußerte sich nach dem Vorfall kritisch über die Entwicklung des Curlings. Er bemängelte, dass der ursprüngliche Gentleman-Charakter des Sports verloren gegangen sei. „Der Geist des Curlings ist tot“, so Kennedy. Der Vorfall hat die Diskussion über Fairplay und Sportsgeist im Curling neu entfacht.

Enttäuschung für großbritannien: die lange durststrecke geht weiter

Für Großbritannien ist die Niederlage im Finale eine bittere Enttäuschung. Die Briten warten seit den ersten Olympischen Spielen 1924 in Chamonix auf einen weiteren Olympiasieg im Curling. Vier Jahre zuvor hatten sie im Finale von Peking gegen Schweden verloren. Die lange Durststrecke geht somit weiter.

Deutsches team verpasste das halbfinale

Das deutsche Team um Skip Marc Muskatewitz konnte sich als Siebter der Vorrunde nicht für das Halbfinale qualifizieren. Das selbstgesteckte Ziel wurde somit verfehlt. Trotzdem zeigte das Team eine solide Leistung und konnte wertvolle Erfahrungen sammeln. Die Vorbereitung auf zukünftige Turniere ist bereits in vollem Gange.

Die statistiken des finales im überblick

Team12345678910Gesamt
Kanada1020103009
Großbritannien0201030006