Kahn schockt: musiala soll wm schwänzen – spieler widerspricht!

München – Oliver Kahn, die Fußballlegende und prominentester Repräsentant des FC Bayern, hat mit überraschend deutlicher Kritik an Jamal Musiala für Aufsehen gesorgt. Im Gespräch bei „Triple“ riet der ehemalige Torwart dem Youngster, auf eine Teilnahme an der bevorstehenden Weltmeisterschaft zu verzichten, um sich vollends seiner Form wiederzuerarbeiten. Ein Schachzug, der im Lager des DFB für Stirnrunzeln sorgte und Musiala selbst prompt zur Antwort trieb.

Die zweifel des „tormanns“

Die zweifel des „tormanns“

Kahn äußerte seine Bedenken hinsichtlich der körperlichen Verfassung Musialas, der im Juli letzten Jahres im Klub-WM-Finale gegen PSG einen schweren Sprunggelenksbruch erlitten hatte. „Ich glaube, er sollte auf die WM verzichten. Wenn ich das Gefühl habe, dass etwas nicht stimmt, muss ich an mir arbeiten“, so Kahn. Seine Worte implizieren, dass Musiala noch nicht in der Lage ist, auf höchstem Niveau zu agieren und könnte so die Mannschaft belasten. Ein riskantes Unterfangen, wie Kahn scheint zu meinen.

Doch Musiala selbst widersprach den Aussagen des Ex-Kapitäns entschieden. Nach seinem fulminanten Auftritt beim 5:0-Gefolg gegen den FC St. Pauli, bei dem er nicht nur selbst traf, sondern auch mit einer Vorlage glänzte, erklärte er, dass er sich „viel besser fühle als noch vor einem Monat“. Die „Sensibilität im Fuß“ kehre zurück, und er sehe „einen Schritt nach vorne“.

Die verletzungsgeschichtene Vergangenheit wirft einen langen Schatten. Der gebrochene Schien- und Wadenbein sowie die Bänderdehnung im Sprunggelenk stellten eine enorme Belastung für den jungen Star dar. Die Rückkehr im Januar, als er im Duell gegen RB Leipzig bereits traf, war ein Lichtblick, doch Kahns Zweifel lassen erahnen, dass der Weg zur absoluten Fitness noch nicht vollständig beschritten ist.

Musiala betonte sein Engagement für den FC Bayern und die Nationalmannschaft. „Ich konzentriere mich auf das, was noch mit Bayern kommt, möchte alles geben, um dem Team zu helfen.“ Er gab zudem unmissverständlich zu verstehen, dass er fest mit einer Teilnahme an der WM rechnet. „Ich habe nicht gelesen, was er gesagt hat“, so Musiala, bevor er hinzufügte: „Aber ich will auf jeden Fall zur WM.“

Die Zahlen sprechen ebenfalls für sich: In zehn Spielen für Bayern gelangen ihm zwei Tore und drei Assists. Ein Beweis seiner Qualität und seines Potenzials, auch wenn Kahn noch seine Zweifel hegt. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Musiala seine Kritiker eines Besseren belehren und seinen Platz im WM-Kader erobern kann. Es bleibt ein Wettlauf gegen die Zeit – und gegen die Meinung einer Fußballlegende.