Kagiyama pausiert: eiskunstlauf-star nimmt sich eine auszeit
Ein Schock für die Eiskunstlauf-Fans: Yuma Kagiyama, der Silbermedaillengewinner von Olympia und WM-Zweite, hat überraschend eine Auszeit angekündigt. Der 22-Jährige will die Saison 2026/27 komplett pausieren, um neue Kraft zu tanken und sich neu zu orientieren. Eine Entscheidung, die die Frage aufwirft: Was bedeutet das für die Zukunft des japanischen Superstars?

Die last der erwartungen: kagiyamas weg zur pause
Die letzten Jahre waren für Kagiyama offenbar alles andere als einfach. Trotz seiner beeindruckenden Erfolge – Olympia-Silber 2022 und WM-Silber in Prag im März – scheint der Druck enorm gewesen zu sein. Er selbst spricht von „frustrierenden“ Zeiten, was darauf hindeutet, dass die Belastung durch Training, Wettkämpfe und die ständigen Erwartungen ihn zunehmend belastet hat. Die Ankündigung der Pause ist somit nicht unbedingt ein Zeichen von Schwäche, sondern vielmehr ein mutiger Schritt zur Selbstfürsorge.
„Ich möchte diese Zeit nutzen, um wiederzuentdecken, was Eiskunstlauf für mich so besonders macht“, erklärte Kagiyama in den sozialen Medien. Es geht ihm offenbar darum, die Freude am Sportwiederzufinden und sich von den Zwängen des Leistungsdrucks zu befreien. Er will „neue Herausforderungen annehmen und über mich selbst nachzudenken, während ich in die Zukunft blicke.“ Das klingt nach einem bewussten Prozess der Selbstfindung, der ihm helfen soll, gestärkt zurückzukehren.
Kagiyama wird auch weiterhin bei Showveranstaltungen und anderen Projekten auftreten. Er gibt an, „einige Projekte in Arbeit“ zu haben, was darauf hindeutet, dass er auch während seiner Pause in der Öffentlichkeit präsent bleiben wird. Ob ein Comeback geplant ist, ließ er offen. Aber eines ist klar: Kagiyamas Entscheidung wird die Eiskunstlauf-Szene aufmerksam verfolgen. Die Frage ist nicht, ob er zurückkehrt, sondern wann und in welcher Form.
Während Kagiyama eine Pause einlegt, beschäftigen sich andere Top-Athleten mit ihren eigenen Herausforderungen. Die Abschiedsgerüchte um Hase/Volodin nach der WM werfen Fragen nach der Zukunft dieses Eistanz-Paares auf, und die ISU muss sich mit einem Einspruch eines britischen Eistanz-Paares befassen. Aber im Moment steht Kagiyamas Entscheidung im Mittelpunkt, ein Signal für die Notwendigkeit von Pausen und Selbstreflexion auch im Hochleistungssport.
Die Zahl von über drei Millionen Sportfans, die bereits die App nutzen, zeigt das immense Interesse an der Eiskunstlauf-Szene. Kagiyamas Pause könnte ein Weckruf sein: Sportler sind mehr als nur Leistungsträger, sie sind Menschen, die ihre Grenzen kennen und respektieren müssen. Und manchmal ist die beste Leistung die, die man sich gönnt.
