Kabayel zündelt gegen usyk: „er duckt sich vor seinem pflichtherausforderer“

Agit Kabayel hat die Geduld verloren. Der Bochumer Schwergewichtler, seit Monaten offizieller Interims-Weltmeister des WBC, sieht sich vom Ukrainer Oleksandr Usyk systematisch umgangen. „Ich habe ihn für einen Krieger gehalten. Stattdessen duckt er sich vor der Pflicht“, sagt Kabayel im Gespräch mit RTL/ntv.

Der 33-Jährige reagierte damit auf Usyks Interview mit „The Ring“, in dem der Titelträger seine letzten drei Kämpfe plant – ohne Kabayel. Stattdessen stehen ein Showdown gegen Kickboxer Rico Verhoeven an den Pyramiden von Gizeh und ein drittes Duell mit Tyson Fury auf der Agenda. Kabayel spuckt: „Wer zweimal gewonnen hat, braucht kein drittes Mal. Das ist reine Geldgier.“

Der verband schickt drohbriefe – usyk schweigt

Hinter den Kulissen erhöht das WBC den Druck. Nach dem freiwilligen Titelkampf gegen Verhoeven muss Usyk laut Regelwerk gegen seinen Pflichtherausforderer antreten – sonst verliert er den Gurt. Kabayels Manager sagt: „Fällt Usyk aus, bekommt Agit den Titel ohne Handschlag.“ Doch Usyk reagiert nicht einmal auf offizielle Schreiben. „Stilles Schweigen ist auch eine Antwort. Und die lautet: Ich fürchte mich“, so Kabayel.

Für den Deutschen wäre es der erste WM-Kampf überhaupt. Er ist seit Januar nach dem K.o.-Sieg gegen Damian Knyba auf Kurs, doch Usyk blockiert. „Ich bin Nummer eins der Rangliste, ungeschlagen, bereit. Was will er mehr?“, fragt sich Kabayel. Die geplante Arena in Dortmund, ursprünglich für Mai reserviert, hat der Rheinländer inzwischen abgesagt. „Wir planen nicht mehr auf Verdacht.“

Kabayel droht mit juristischem gambit

Kabayel droht mit juristischem gambit

Kabayels Team prüft bereits, den Titel per Eilverfahren einzuklagen, sollte Usyk weiter mauern. „Der WBC-Präsident hat uns zugesichert: Wer der Regel nicht folgt, verliert den Gurt“, so der Boxer. Dann würde Kabayel nicht kämpfen müssen, sondern automatisch Weltmeister – und müsste den Gürtel sofort gegen den nächsten Herausforderer verteidigen. „So oder so: Der Gürtel bleibt in diesem Jahr in Deutschland“, sagt er mit eisernem Blick.

Die Uhr tickt. Usyk muss sich bis spätestens Juni entscheiden: Pflichtgegner Kabayel oder freiwilliger Gürtelverzicht. Für Kabayel ist die Sache klar: „Ich werde nicht ewig warten. Wer nicht kämpft, hat nichts zu sagen.“