Kabayel platzt der kragen: usyk verweigert pflicht-showdown
Usyk kramt nach alten Gegnern, Kabayel kocht. Der Ukrainer nennt drei Abschieds-Kämpfe – den offiziellen Herausforderer aus Leverkusen lässt er weg. Kabayel kontert mit einem Rundumschlag, der Promoter in Riad kalte Schulter.
„Ich dachte, er sei ein Krieger. Er ist ein Kassensturz“, sagt Kabayel im RTL-Doppelpass. Die WBC hatte Usyk vor zwei Wochen per Schreiben aufgefordert, den Interims-Champion endlich zu datieren. Stattdessen plant der Weltmeister dubois-Fury III, einen Kickboxer und den Sieger aus einem Nebenbeutingefecht. „Drei Mal habe ich meine Pflicht erfüllt, er erfüllt nur seine Gage“, wettert Kabayel.
Die rangliste wird zur wunschliste
Der Brite Fury liegt bei den Buchmachern auf Platz eins der lukrativsten Duell-Kalkulationen, Dubois auf Platz zwei. Kabayel? Nicht einmal in den Top 5. Der 33-Jährige hat den Gürtel, nicht das Publikum. Usyk weiß das und schielt auf Dubai statt auf Leverkusen. Der Verband droht mit Strip, Usyk mit Rücktritt. Er will die letzten Millionen, nicht die letzte Pflicht.
Kabayel war im Januar gegen Knyba schon kurz vor einem Titelkampf, als die Uhr auf null sprang. Sein Management reichte die Akten, die WBC bestätigte: Pflicht. Doch statt Vertrag kam ein Snub. „Wenn er sich duckt, wird er im Ring nicht mehr auftauchen, sondern im Gerichtssaal“, droht der Deutsche. Er prüft eine einstweilige Verfügung, die Usyk zwingen würde, innerhalb von 90 Tagen zu unterschreiben – oder den Gürtel abzugeben.
Die Szene spaltet sich. Fury feuert Usyk via Instagram an: „Nimm den Jungen, sonst nehme ich ihn.“ Dubois schweigt, der Kickboxer Verhoeven lacht: „Boxen ist Wrestling geworden.“ Und der Weltverband? Der zählt Dollar statt Disziplinen.

Kabayels gewissen ist sauber – sein konto nicht
Er könnte auf ein Millionen-Fight gegen Ruiz oder Hrgovic warten, doch Kabayel will den Thron, nicht den Trostpreis. „Ich bin 27-0, nicht 27-0 gegen Kellner“, sagt er und meint: Der Gürtel ist nur echt, wenn er ihn holt, nicht wenn er geschenkt bekommt.
Usyk hat 30 Tage Zeit zu antworten. Danach entscheidet die WBC, ob der Titel vakant wird – oder ob Kabayel sich mit einem Interims-Kampf gegen Anderson oder Sanchez begnügen muss. Für ihn steht fest: „Wenn ich den Gürtel nicht gegen ihn hole, ist er nur ein Souvenir.“
Die Uhr tickt. Usyk plant seine Gala, Kabayel plant den Prozess. Am Ende bleibt eine Frage: Wer zittert mehr – der Champion vor dem Kampf oder der Verband vor der Einnahme?
