Juventus wirft 875 millionen aus dem fenster – und landet in der mittelmäßigkeit
Seit dem letzten Scudetto 2020 hat die Juventus 875 Millionen Euro in neue Spieler gesteckt – und ist dabei immer weiter abgerutscht. Kein Titel, kein Viertelfinale in der Champions League, dafür Platz sieben, Platz fünf, viermal Platz vier. Die Zahlen sind ein Offenbarungseid.
Die transferliste liest sich wie ein horror-kabinett
Arthur Melo für 80 Millionen, aber in Barcelona lacht man heute über den Tausch mit Pjanić. Federico Chiesa kostete 54 Millionen, blieb verletzt und unkonstant. Dusan Vlahovic sollte der neue Held werden – 85 Millionen plus 12 Millionen Gehalt pro Saison, doch der Serbe wirkt ideenlos, seit er in Turin angekommen ist.
Die jüngste Episode ist noch bitterer: Koopmeiners (53 Mio.), Douglas Luiz (49 Mio.), Nico González (37 Mio.) – allesamt schwach oder verletzt. Huijsen wurde für 15 Millionen abgegeben, kurz darauf von Bournemouth für 60 ans Madrid verkauft. Die Juve verpflichtete dafür Conceiçao (40 Mio.) und muss 2025 Openda für weitere 46 Millionen ziehen. Die Summe wächst, der Platz in der Tabelle bleibt klein.

Saldo gegen die konkurrenz: ein minus von 400 millionen
Während Mailand, Neapel und Inter fünf Scudetti unter sich ausmachten, verpasste Turin die Champions-League-Teilnahme schon einmal. Der Netto-Ausgaben-Vergleich ist brutal: Juventus -400 Mio., Milan -340 Mio., Neapel -200 Mio., Inter nur -140 Mio. Die Konkurrenten feiern Titel, die Alte Dame zahlt.
Die Aktionäre um Exor schossen seit 2019 fast eine Milliarde Euro nach – vier Kapitalerhöhungen. Das Kapital ist da, die Planung fehlt. Vier verschiedene Sportdirektoren, zwei CEO, ein ausgeschiedener Präsident: das Ergebnis ist ein Kader ohne Profil, ohne Spielfreude, ohne Zukunftskonzept.
Die einzige Konstante in diesem Chaos hieß Bremer – 51 Millionen, die sich wenigstens halbwegs rechnen. Der Rest? Ein Machwerk aus Panik-Käufen, Marketing-Ideen und Berater-Interessen. Wer so shoppt, kauft sich nicht stark, sondern ruiniert sich selbst.
Die Lehre: Geld allein macht keine Spitze. Ohne klare Philosophie wird selbst die reichste Bankrott-Manufaktur zur Lachnummer. Die Juve muss nicht nur aufhören zu kaufen – sie muss endlich wieder Fußball spielen.
