Juventus stolpert, pisa wartet: jetzt muss das heil in der toskana her

Die alte Dame tanzt auf dem Vulkan. Vier Spiele ohne Sieg, die Champions-League-Ränge rutschen aus dem greifbaren Bereich – und als nächstes wartet das Schlusslicht der Serie B auf den Platz am Fluss. Kein Gegner kommt ungelegener.

Spalletti muss liefern, sonst wird es eng

Seit dem 1. März schreit die Kurve nach Antworten. 0:0 in Parma, 1:2 in Cremona, dazwischen zwei Remis – die Juve wirkt wie ein Ferrari mit Handbremse. Roma liegt vier Punkte voraus, Como unter Fabregas jagt mit Vollgas. Die Mathematik ist gnadenlos: Wer in Pisa nicht gewinnt, darf sich auf Play-off-Geplänkel einstellen.

Die Zahlen sind ein Spiegel der Unruhe. Sieben Heimsiege in Folge vor dem Stimmungsdämpfer gegen Frosinone, aber nur zwei Tore in den letzten vier Partien. Die Offensive um Vlahović und Yildiz produziert xG-Werte wie ein Mittelfeldclub – 1,02 erwartete Treffer pro Spiel, das reicht nicht für die Königsklasse.

Pisa: letzter, aber nicht erledigt

Pisa: letzter, aber nicht erledigt

Drei Niederlagen nacheinander, ein Tor in vier Spielen – die Statistik riecht nach Abstieg. Doch im Stadio Garibaldi haben die Nerazzurri in dieser Saison schon Frosinone und Südtirol geschockt. Trainer Luca D'Angelo schickt seine Mannschaft in ein 5-3-2, das sich in die eigene Hälfte verbeißt und auf Konter wartet. Bei Standards ist Pisa brandgefährlich: 22 Prozent der Gegentore der Juve stammen aus ruhenden Bällen.

Die Ecke kann spielen. Juve ist in der Corner-Tabelle Dritter (138), Pisa kassierte schon 12 Gegentore nach Flanken von der Fahne. Wenn Spallettis Jungs früh drücken, könnte die Partie schon zur Pause gelaufen sein. Die Frage lautet: Knackt der Meister den Bus?

Der countdown läuft, die kasse auch

Der countdown läuft, die kasse auch

Verpasst die Juve die internationalen Plätze, droht ein Minus von 60 Millionen Euro allein aus TV-Geldern. Die Ablöse für den geplanten Mittelfeld-Neuzugang würde schmelzen, Sponsoren könnten nachverhandeln. Sportdirektor Cristiano Giuntoli sitzt deshalb nicht nur auf der Bank, sondern auch auf glühenden Kohlen.

Anpfiff ist Samstag um 18 Uhr. Die Curva Sud kündigt ein Choreo an, die Spieler haben sich Handyverbot auferlegt – Konzentration vor Klatsch. Wer in Pisa stolpert, darf im Mai nicht mehr von Pech sprechen. Die Saison endet am 25. Spieltag, die Uhr tickt laut.

Die alte Dame muss jetzt tanzen – sonst verpasst sie den Zug nach Europa. Und der fährt bekanntlich nur einmal im Jahr.