Juventus: spalletti fordert spielstarke innenverteidiger – wer kommt?

Nach dem überraschenden Unentschieden gegen Verona brodelt es in Turin. Trainer Luciano Spalletti hat klar gemacht, was der Juventus-Abwehr fehlt: spielerische Klasse. Die Bianconeri patzen in der Champions-League-Qualifikation, und die Verantwortlichen suchen fieberhaft nach Lösungen.

Spalletti kritisiert bremer und kelly offen

Die Innenverteidigerduo Bremer und Kelly überzeugten in der individuellen Stärke und Zweikampfverhalten, doch Spalletti machte keinen Hehl aus seinen Ansprüchen. „Sie sind großartige Verteidiger, stark im Duell und in der Defensive. Aber beim Spielaufbau fehlt ihnen die nötige Qualität“, erklärte der Coach. Diese Einschätzung sorgte für Aufsehen und deutet auf eine Veränderung in der Personalpolitik hin.

Das Problem ist nicht neu. Bereits während des Spiels gegen Mailand wurde Spalletti beobachtet, wie er Kelly instruierte: „Spiel, geh! Du spielst mit dem Gegner 20 Meter weit weg, du musst gehen, musst gehen, bis du ihn bei fünf Metern hast! Auch ich kann so spielen!“. Diese Worte verdeutlichen die Frustration des Trainers und den dringenden Bedarf an einem spielstärkeren Innenverteidiger.

Wer könnte kommen? die kandidaten auf der liste

Wer könnte kommen? die kandidaten auf der liste

Die Suche nach dem perfekten Innenverteidiger hat bereits begonnen. Marcos Senesi, der im Sommer ablösefrei vom Bournemouth ausscheidet, steht hoch im Kurs. Allerdings scheint der Argentinier in der Premier League zu bleiben. DataMB-Analysen zeigen, dass Senesi in seinen progressiven Pässen und Vorstößen weit überlegen gegenüber Bremer und Kelly ist – ein Unterschied, der sich in der Spielgestaltung deutlich bemerkbar machen würde.

Als Alternative wird Jhon Lucumì vom Bologna gehandelt, der mit seinen Fähigkeiten zwischen Senesi und Kelly liegt. Ein echter Traum wäre jedoch die Rückholaktion von Kim Min-jae, der beim SSC Neapel bereits unter Spalletti glänzte. „Ein Champions-League-Verteidiger, ein großartiger Mensch und in der Egebnisrealisierung beeindruckend“, schwärmte Spalletti einst von dem Koreaner. Sein hohes Gehalt von 10 Millionen Euro pro Saison stellt jedoch ein Hindernis dar – möglicherweise müsste Bremer weichen, um Platz für ihn zu schaffen.

Die Zeichen stehen auf Veränderung in der Juventus-Abwehr. Mit spielstarken Innenverteidigern will Spalletti das Team taktisch aufwerten und die Champions-League-Qualifikation sichern. Die kommenden Wochen werden entscheidend sein, welche Spieler nach Turin kommen und wie die neue Defensivlinie aussehen wird.