Juventus rettet sich selbst – roma-schock in letzter sekunde
Es hätte das Ende sein können. Juventus Turin lag mit 1:3 zurück, ausgepumpt nach dem dramatischen Champions-League-Aus gegen Galatasaray, wo die Bianconeri drei Tore aufgeholt hatten und trotzdem in der Verlängerung scheiterten. Wer in diesem Moment auf eine weitere Niederlage gewettet hätte, wäre gut beraten gewesen. Und doch: Juve rettete sich selbst.
Boga und gatti drehen das spiel – und die tabelle
Erst Boga, dann Gatti. Zwei Treffer, die aus dem Nichts kamen und den Turiner Stolz wieder aufrichteten. Das 3:3 gegen die Mannschaft von Gasperini ist kein gewöhnliches Remis – es ist ein Signal. Denn wer kurz vor einer möglicherweise entscheidenden Niederlage im Rennen um den vierten Platz steht und sich trotzdem befreit, der hat etwas, das sich nicht in Taktikboards erklären lässt.
Die Frage, die sich alle vor dem Anpfiff stellten, war simpel: Wie soll eine Mannschaft spielen, die gerade emotional ausgezehrt aus Istanbul zurückgekehrt ist? Die Antwort von Spalletti und seinen Spielern war deutlich. Körperlich präsent bis zur letzten Minute, kämpferisch bis zur Schmerzgrenze. Was fehlt, ist die defensive Stabilität – und ein echter Mittelstürmer. Das ist bekannt, das bleibt das strukturelle Problem.

Was dieser abend über juventus wirklich aussagt
Müdigkeit ist keine Ausrede, wenn man Juve heißt. Das war schon immer so, und dieser Abend hat es wieder bewiesen. Die Bianconeri stehen weiterhin in Schlagdistanz zu den Champions-League-Plätzen – und das nach einer Woche, die sie eigentlich hätte brechen müssen.
Für Inter hingegen bleibt das Unbehagen. Wenn Erfolge kommen, werden die Verdienste der Mannschaft zu selten anerkannt. Ein Muster, das sich wiederholt. Und in Florenz erlebte ein Verteidiger seinen Einstand als Albtraum – der Typ von Debüt, den man möglichst schnell vergessen will.
Der Spieltag hat keine Sieger produziert, die ruhig schlafen können. Aber er hat Juve gezeigt, dass diese Saison noch lange nicht geschrieben ist.
