Juventus mit verlusten: finanzielle herausforderungen trotz sparmaßnahmen
- Juventus verbucht halbjahresverlust von 2,5 millionen euro
- Transfermarkt und trainerentlassung belasten die bilanz
- Sparmaßnahmen zeigen wirkung, aber reichen nicht aus
- Ausblick: weiterer verlust für das geschäftsjahr 2025-26 erwartet
- Einhaltung der figc-regeln und uefa-bestimmungen im fokus
- Uefa-verfahren wegen möglicher überschreitung der financial fairplay-regeln
- Zusammenfassung der wichtigsten kennzahlen
Juventus verbucht halbjahresverlust von 2,5 millionen euro
Mailand – Der Verwaltungsrat der Juventus Turin hat den Halbjahresbericht zum 31. Dezember 2025 verabschiedet. Dieser schließt mit einem Verlust von 2,5 Millionen Euro ab, ein deutlicher Rückgang im Vergleich zum Gewinn von 16,9 Millionen Euro vor zwölf Monaten. Die Gründe für diesen Umschwung liegen vor allem im Transfermarkt und der Entlassung von Trainer Tudor.

Transfermarkt und trainerentlassung belasten die bilanz
Der Transfermarkt sorgte im vergangenen Sommer für Einnahmen, die um rund 15 Millionen Euro geringer ausfielen als im Sommer 2024. Auch die Einnahmen aus Spielen (von 37 auf 34 Millionen Euro) und TV-Rechten (von 107 auf 95 Millionen Euro) sind gesunken. Positiv zu vermerken ist der Anstieg der kommerziellen Einnahmen, der auf neue Sponsoringverträge für das Trikot zurückzuführen ist (von 48 auf 63 Millionen Euro).

Sparmaßnahmen zeigen wirkung, aber reichen nicht aus
Die Gehaltskosten der Spieler konnten reduziert werden (von 110 auf 99 Millionen Euro), was den laufenden Sparplan widerspiegelt. Die Entlassung von Tudor belastet die Bilanz jedoch mit zusätzlichen 7 Millionen Euro in der Position „Abschreibungen und Rückstellungen“. Die Nettofinanzverschuldung ist von 280 Millionen Euro im Juni auf 299 Millionen Euro im Dezember gestiegen, trotz des positiven Effekts einer Kapitalerhöhung in Höhe von 67 Millionen Euro.
Ausblick: weiterer verlust für das geschäftsjahr 2025-26 erwartet
Die Vereinsverantwortlichen erwarten weiterhin einen Verlust für das Geschäftsjahr 2025-26. Trotzdem gibt es Anzeichen für eine Stabilisierung der finanziellen Lage. Die langfristige finanzielle Gesundheit des Vereins bleibt jedoch eine Herausforderung.
Einhaltung der figc-regeln und uefa-bestimmungen im fokus
Juventus geht davon aus, dass die Regeln der FIGC bezüglich der „erweiterten Arbeitskosten“ eingehalten werden können, auch wenn der Grenzwert ab dem 31. März 2026 auf 70% sinkt. Die Einhaltung des „Squad Cost Ratio“ für das Jahr 2025 wird ebenfalls erwartet, was keine Einschränkungen für den Sommer-Transfermarkt bedeuten sollte.
Uefa-verfahren wegen möglicher überschreitung der financial fairplay-regeln
Die UEFA hat ein Verfahren wegen möglicher Überschreitung der Financial Fairplay-Regeln für den Zeitraum 2022-2025 eingeleitet. Das Ergebnis dieses Verfahrens, das auch die zukünftige finanzielle Entwicklung berücksichtigt, wird am Ende der Saison 2025/2026 erwartet. Mögliche Sanktionen könnten eine Geldstrafe (deren Höhe derzeit schwer zu quantifizieren ist) und sportliche Beschränkungen (z. B. Einschränkungen bei der Registrierung neuer Spieler für UEFA-Wettbewerbe) sein.
Zusammenfassung der wichtigsten kennzahlen
| Kennzahl | Dezember 2025 | Dezember 2024 |
|---|---|---|
| Halbjahresergebnis | -2,5 Mio. Euro | +16,9 Mio. Euro |
| Nettofinanzverschuldung | 299 Mio. Euro | 280 Mio. Euro |
| Sponsoring Einnahmen | 63 Mio. Euro | 48 Mio. Euro |
Als Sportexperte und Autor für TSV Pelkum Sportwelt verfolge ich diese Entwicklungen mit großem Interesse. Die finanzielle Stabilität eines Klubs wie Juventus ist entscheidend für seine zukünftige sportliche Leistung. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation in den kommenden Monaten entwickeln wird. Der Teamgeist und die Leidenschaft des Sports bleiben aber auch in schwierigen Zeiten bestehen.
