Juventus kämpft sich zum sieg: spalletti analysiert die schwierige woche
Mailand – Ein knapper Sieg, aber ein wichtiger: Die Juventus Turin setzte sich bei Atalanta Bergamo mit 0:1 durch. Luciano Spalletti, der Trainer der Bianconeri, sprach nach dem Spiel von einer „schwierigen Woche“ für einige seiner Spieler, betonte aber die Bedeutung des gewonnenen Punktes im Kampf um die Champions-League-Plätze.
Die erste halbzeit: bergamo setzt juventus unter druck
Die Anfangsphase des Spiels gehörte eindeutig Atalanta. Spalletti räumte ein: „In den ersten dreißig Minuten haben wir gelitten, weil Bergamo uns dazu zwingt, schlecht zu spielen. Wir konnten kaum etwas erreichen, anders als in der zweiten Halbzeit, wo wir uns besser eingestellt und das Spiel ausgeglichen haben.“ Das aggressive Pressing der Gastgeber machte es der Juve-Abwehr schwer, sich zu entfalten. Das Spiel gestaltete sich physisch und taktisch anspruchsvoll.
Yildiz, Conceiçao und Thuram nicht bei 100 Prozent
Ein weiterer Faktor, der Spalletti nach dem Spiel ansprach, war die Form einiger Schlüsselspieler. „Yildiz und Conceiçao hatten in dieser Woche einige Probleme, ebenso Thuram. Ich habe sie trotzdem aufgestellt, um zu sehen, was sie können. Sie haben sich bemüht, waren aber etwas unter ihren Möglichkeiten.“ Diese Aussage deutet auf eine gewisse Belastung innerhalb des Kaders hin, die Spalletti offen anspricht.

Die zweite halbzeit: juventus findet ordnung
Im weiteren Verlauf des Spiels gelang es der Juventus, sich gegen den Druck von Atalanta zu wehren und das Spiel zu kontrollieren. Spalletti lobte seine Mannschaft für die Anpassungsfähigkeit: „Wir haben gelernt, die Distanzen zu finden und die richtigen Maßnahmen zu ergreifen.“ Der Sieg war zwar hart erkämpft, aber letztendlich verdient.
Spalletti spielte auch auf die Vorbereitung zum Spiel an, die auf den Fehlern im Coppa Italia-Duell basierte. „Dort haben wir bezahlt, weil wir das perimetrale Spiel von Bergamo zu leichtfertig behandelt haben. Wir waren aber in der Lage, uns anzupassen und die richtigen Entscheidungen zu treffen.“
Mit Blick auf die Tabelle und die Verfolger aus Mailand zeigte sich Spalletti realistisch: „Wenn uns die Tabellenführung vor dem AC Mailand etwas bedeutet, dann sollten wir uns das überlegen. Aber wir müssen ruhig bleiben. Unser Kalender ist vielleicht der schwierigste in der Liga.“
Ein humorvoller Ausruf Spallettis, mit einem Hauch toskanischen Charmes, verdeutlichte die Erleichterung über den Sieg: „Wir haben schon so viele Punkte verloren, lasst uns wenigstens einmal einen gewinnen!“
