Juventus: aufstiegskampf am limit – yildiz-sorge trübt die euphorie!

Torino – Die Bianconeri sind auf dem Weg zurück ins Champions League Geschäft! Nach einer turbulenten Saison, in der die alte Dame lange Zeit am Abgrund zu schweben schien, hat Juventus einen beeindruckenden Aufschwung hingelegt. Vier Siege und zwei Unentschieden in den letzten Spielen lassen die Fans jubeln und den Aufstieg in die Königsklasse ernsthaft ins Auge fassen.

Die lombardei-reise als wendepunkt

Die lombardei-reise als wendepunkt

Was vor Kurzem noch wie ein Albtraum wirkte, hat sich innerhalb weniger Tage in einen regelrechten Märchenlauf verwandelt. Die Reise quer durch die Lombardei, von Mailand über Bergamo bis zum Comer See, markierte einen entscheidenden Wendepunkt. Ein Sieg in Bergamo und die Patzer von Milan und Como katapultierten die Juventus auf den vierten Platz – und plötzlich liegt das Schicksal der Champions League selbst in ihren Händen. Wie ein aufblitzender Boga auf dem Platz, schossen die Bianconeri die Tabelle hinauf.

Trainer Luciano Spalletti betonte nach dem Sieg gegen Atalanta: „Sechs Spiele sind eine lange Zeit, und wir haben den schwierigsten Spielplan.“ Doch sollte Juventus all seine verbleibenden Partien gewinnen, winkt die Ticket für die lukrativste europäische Bühne ohne weitere Berechnungen. Wer hätte das am 90. Minute des Spiels in Rom gegen die Roma (3:3 nach einem dramatischen Comeback) für möglich gehalten?

Como und Roma wurden überholt, und selbst der Ex-Trainer Allegri muss nun mit Sorge betrachten, wie Juventus sich im Rückspiegel immer wieder nähert – insbesondere angesichts des bevorstehenden direkten Duells in Mailand am 26. April.

VIDEO: Von Vlahovic bis Nunez – die Juve-Planung für den Angriff.

Die Freude in Turin ist groß: Nach einem erfolgreichen Samstagnachtspiel ging die Mannschaft als Tabellen-Vierter zu Bett und verbesserte sich am Sonntag noch weiter. Mit nun zwei Punkten Vorsprung auf Como, ohne Sternchen und mit der gleichen Anzahl an Spielen, ist die Ausgangslage ideal. Die Leistungsschwankungen von Cesc Fabregas beim AC Milan und der spürbare Aufwärtstrend der Juventus haben die Tabelle enger zusammengeschoben und auch den Kampf um den dritten Platz neu entfacht.

Die Bianconeri haben nun 60 Punkte auf dem Konto und müssen sich vor Como (58) und der Roma (57) in Acht nehmen. Gleichzeitig blickt Spalletti jedoch auch nach oben in Richtung Milan und versucht, den angeschlagenen Vlahovic für die Bank in Mailand zurückzugewinnen.

Spalletti hat seinen Vertrag bis 2028 verlängert, um den Scudetto zurückzugewinnen, möchte aber die bittere Niederlage im Februar gegen Galatasaray im Pokalwettbewerb schnell vergessen. Diese Erfahrung hat jedoch eine positive Wirkung auf die Liga gezeigt. Seit dem verpassten Aufstieg in der Coppa Italia haben die Bianconeri nicht mehr in der Serie A verloren – vier Siege und zwei Unentschieden sprechen für sich. Die zehn Punkte aus den letzten vier Spielen haben es Spalletti ermöglicht, den Rückstand auf Milan deutlich zu verringern, der in der Zwischenzeit stark schwankte.

Die Jagd geht am Sonntag gegen Bologna weiter. Es folgen sechs weitere anspruchsvolle Partien: Auswärtsspiele in Mailand und Lecce, Heimspiele gegen Verona und Florenz sowie das Derby gegen Torino am letzten Spieltag. Ein intensiver Endspurt, den Spalletti jedoch mit dem angeschlagenen Kenan Yildiz bestreiten muss. Seine Knieprobleme hätten viele Spieler dazu veranlasst, das WM-Turnier in Amerika abzusagen. Doch der junge Türke will seine Teamkollegen nicht im entscheidenden Moment verlassen.

Juan Cabal hingegen muss die Saison verletzungsbedingt beenden. Ein herber Verlust, der die Herausforderungen für Spalletti weiter erhöht.

Die Juventus hat am Sonntagabend mit einem Sieg die dritte Position in der Tabelle erreicht, und nun gilt es, die verbleibenden Aufgaben zu meistern und den Traum von der Champions League zu verwirklichen. Die Zeichen stehen gut, aber die Konkurrenz schläft nicht!