Juve schaltet nächsten gang: schlager soll goretzka-plan perfekt machen

Die alte Dame will mehr als nur deutsche Power im Mittelfeld. Nachdem Leon Goretzka ins Visier geriet, zieht Juventus Turin nun auch Xaver Schlager von RB Leipzig an Land – und das ausgerechnet, während die Bayern um ihr eigenes Mittelfeld-Gehirn kämpfen.

Warum schlager plötzlich priorität hat

Im „True or Not True“-Podcast plaudern Max Möbus, Yvonne Gabriel und Christian Falk aus dem Nähkästchen: Die Bianconeri haben Leipzig signalisiert, dass sie bereit sind, die 25-Millionen-Klausel im Sommer zu ziehen. Kein Geheimnis mehr: Schlager selbst hat intern durchblicken lassen, dass er den Sprung in die Serie A liebend gern machen würde. Die italienischen Sportzeitungen feiern das bereits als „doppelten Coup“ – Goretzka als kostenloser Zugang, Schlager als strategische Kampfansage an Inter und Milan.

Die Zahlen sprechen für den 26-Jährigen: 81 Ballgewinne in dieser Saison, Zweikampfquote von 56 Prozent, dazu vier Torvorlagen trotz dreier Muskelbündel-Verletzungen. Juve-Coach Motta schwärmt intern von Schlagers „horizontalen Laufwegen“, die seine Spielan-Ordnung perfekt füllen. Goretzka wiederum bringt die vertikale Dynamik – zusammen ergäbe das ein Mittelfeld, das sich in Europa vor niemandem verstecken muss.

Leipzigs dilemma: verkaufen oder kämpfen?

Leipzigs dilemma: verkaufen oder kämpfen?

Die Sachsen stehen vor demselben Szenario wie vor zwei Jahren mit Sabitzer. Schlager verweigert bislang jede Vertragsverlängerung, seine Berater räumen offen ein, dass die italienische Steuerreform für ausländische Profis ein „nicht zu unterschätzender Faktor“ sei. Leipzig kann die Klausel nicht einfach streichen – sie gilt bis 2027. Sportdirektor Eberl will mit Juve verhandeln, statt sie zu aktivieren, doch der Zeitplan rast: Im Juli öffnet sich das Transferfenster, und mit jedem Tag sinkt die Verhandlungsmacht der Deutschen.

Für die Bundesliga wäre es ein weiterer Verlust eines internationalen Leistungsträgers. Für Juve der nächste Schritt, die Dominanz der Bayern auch ökonomisch zu brechen: 25 Millionen für Schlager plus Gehalt von 6,5 Millionen netto – ein Schnäppchen im Vergleich zu den 70 Millionen, die Chelsea letztes Jahr für Caicedo hinblätterte.

Am Ende bleibt ein Fakt: Wer in Turin spielen will, landet selten in München. Wenn Schlager unterschreibt, ist Goretzka nur noch das Dessert – der österreichische Jungspund ist das Hauptgericht. Und Leipzig? Kann sich auf 25 Millionen und einen Ersatz aus der zweiten Reihe freuen. So funktioniert moderne Machtpolitik – italienisch-deutsche Edition.