Juve rotiert wie ein mixer: 39 aufstellungen in 42 spielen – doch ein transfer-hinweis zeigt sich

39-mal hat Trainer Luciano Spalletti in 42 Pflichtspielen die Anfangsformation umgekrempelt. Die Juventus tastet sich durch die Saison wie ein Blindenfußballer auf schwankendem Boden. Doch hinter dem scheinbaren Chaos zeichnet sich ein Muster ab – und das verrät, wen Agnelli und Co. im Sommer wirklich jagen.

Die einzige konstante trägt französische pässe

Die einzige konstante trägt französische pässe

Pierre Kalulu stand 41-mal in der Startelf, nur einmal fehlte er wegen Gelb-Sperre. Rechtsverteidiger, Linksverteidiger, Innenverteidiger im Dreier- oder Viererketten – der Franzose funktioniert wie ein universelles Bauteil. Daneben halten Wesley McKennie (37 Einsätze) und Kenan Yildiz (37) die Linie zusammen, auch wenn der US-Amerikaner zwischen rechtsaußen, Achter und falscher Neun pendelt. Manuel Locatelli (36) fungiert als taktisches Scharnier, Nicolò Fagioli (35) und Dean Huijsen (35) sichern die Räume.

Genau diese Sechser- und Innenverteidiger-Positionen gaben den Ton an, als Juve zwischen Januar und Februar fünf von acht Partien mit identischer Elf bestritt – und dabei viermal gewann. Gleichzeitig schob sich die Transferabteilung ins Rampenlicht: Alle Gerüchte um Joshua Kimmich, Teun Koopmeiners oder Michael Olise drehen sich um exakt diese Achsen. Spalletti testet nicht nur Systeme, sondern auch Personal für 2026/27.

Sturm-roulette: vlahovic, david oder doch openda?

Die Spitze wechselt dagegen wie ein Wechselgeld-Automat. Noa Openda (8 Starts), Dušan Vlahovic (10) und David (23) rotieren – dazu kommen Experimente mit Yildiz oder McKennie als falscher Neun. Die Bilanz: 42 Ligatore, 19 davon gehen auf das Konto der Dreier-Gruppe, Tendenz stagnierend. Spalletti sucht nicht nur den idealen Sturm, sondern auch den passenden Preis für den Abgang eines Hochkaräters. Ein Schnäppchen wird keiner – die Ablöseforderung für Vlahovic liegt laut Sky Italia bei 70 Millionen Euro.

Der nächste Paukenschlag steht kurz bevor: Nach dem Pokal-Finale gegen Atalante am 15. Mai will der Klub Spalletti offiziell mit einem neuen Dreijahresvertrag ausstatten. Die Marschrichtung ist klar: Wer die meisten Einsätze hat, bleibt – alle anderen sind Handelsware. Die Juve von morgen beginnt mit dem Frühjahrstransferplan von heute.