Julia taubitz sichert deutschland gold im rodeln – fröbels traum zerbricht
Julia taubitz krönt sich zur olympiasiegerin im rodeln
Julia Taubitz hat Deutschland die dritte Goldmedaille bei den Olympischen Winterspielen im Rodeln gesichert. Während die 22-Jährige ihren Triumph feierte, erlebte ihre Teamkollegin Merle Fröbel ein dramatisches Ende ihrer Medaillenträume. Die Stimmung im Zielbereich war von Jubel und Enttäuschung geprägt.
Dramatischer start für merle fröbel
Merle Fröbel, die als Vizeweltmeisterin mit nur 61 Tausendsteln Rückstand auf Julia Taubitz in den zweiten Wettkampftag ging, erwischte einen verhängnisvollen Start. Direkt nach dem Start rutschte sie mit der Bande zusammen und verlor über eine Sekunde. Dieser Fehler zerstörte ihre Hoffnungen auf eine Medaille. Der vierte Durchgang war nicht ausreichend, um den Rückstand aufzuholen. Sie landete schließlich auf dem achten Platz.

Fröbels reaktion auf das aus
Sichtlich frustriert zuckte Merle Fröbel mit den Schultern und vergoss Tränen. In einem Interview mit Eurosport sagte sie: „Der erste Lauf heute war natürlich ärgerlich. Ich weiß gar nicht, wie das passiert ist. Ich habe einfach versucht, den Lauf jetzt nochmal herunterzufahren. Ich habe das gesamte Jahr über in der Mannschaft ziemlich zu ackern gehabt. Das war ziemlich hart für mich. Ich dachte, ich hole mir jetzt einfach so eine Erlösung, aber es hat leider nicht funktioniert.“
Druck durch soziale medien?
Im ZDF ergänzte Fröbel, dass möglicherweise auch ihr Verhalten in den sozialen Medien zwischen den Läufen eine Rolle gespielt habe. „Man kann sich nicht vor Social-Media-Posts abschotten. Man sieht so viel, andere gewinnen auch Medaillen und dann denkt man sich, dass man es möglicherweise auch schaffen kann. Vielleicht war es innerlich zu viel Druck.“
Expertenmeinung und trainerkommentar
Johannes Ludwig, ZDF-Experte, kommentierte: „Das ist richtig, richtig bitter gewesen. Wir dachten alle, dass das richtig eng zwischen den beiden wird, aber das ist ein Riesenschnitzer.“ Bundestrainer Patric Leitner zeigte sich ebenfalls betroffen: „Es ist ganz bitter für Merle. Das hätte ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Julia gegeben, aber dann passiert es mit dem dritten Lauf am Start. Das ist schwierig, sie hat super gekämpft, aber sie ist sehr enttäuscht und hat geweint. Das tut mir sehr leid für sie. Wir werden noch viel Spaß mit ihr haben und jetzt geht es darum, ihr wieder aufzuhelfen.“
Taubitz’ souveräner sieg
Julia Taubitz führte nach den ersten beiden Läufen am Montag. Merle Fröbel lag mit nur 61 Tausendstelsekunden Rückstand auf ihrem ersten Olympia-Auftritt dicht dahinter. Doch anstatt eines spannenden Duells der deutschen Rodlerinnen gab es einen klaren Sieg von Taubitz und bittere Enttäuschung für Fröbel. Im ersten Lauf hatte Fröbel noch einen Bahnrekord im Cortina Sliding Centre aufgestellt.
Taubitz’ freude und ausblick
„Der zweite Lauf war supergeil. Da war ich im Flow und konnte es echt genießen“, sagte Julia Taubitz zufrieden. Der Sieg unterstreicht die deutsche Dominanz im Rodeln und verspricht weitere Erfolge in der Zukunft.
