Julia taubitz holt gold im rodeln – drama für merle fräbel

Julia taubitz krönt sich zur olympiasiegerin im rodeln

Cortina d’Ampezzo/Deutschland – Ein Traum ist wahr geworden: Rodlerin Julia Taubitz hat bei den Olympischen Spielen in Cortina d’Ampezzo die Goldmedaille gewonnen. Mit einer souveränen Leistung und einem beeindruckenden Vorsprung setzte sich die 29-Jährige vor der lettischen Rodlerin Elina Bota und der US-Amerikanerin Ashley Farquharson durch. Für das deutsche Team ist esbereits die dritte Goldmedaille bei diesen Olympischen Winterspielen. Doch der Sieg war auch von einem Drama für Teamkollegin Merle Fräbel überschattet.

Ein langer weg zum olympiagold

Für Julia Taubitz ist der Gewinn der Goldmedaille der Höhepunkt einer langen und erfolgreichen Karriere. Nach fünf Gesamtweltcupsiegen und acht Weltmeistertiteln fehlte ihr bislang der größte Erfolg. Bei den Olympischen Spielen in Peking vor vier Jahren erlitt sie einen schweren Rückschlag, der sie lange beschäftigt hat. Doch sie kämpfte sich zurück und verwandelte nun ihren Kindheitstraum in Wirklichkeit.

Fräbels sturz überschattet taubitz’ triumph

Der Weg zum Gold war jedoch nicht ohne Hindernisse. Teamkollegin Merle Fräbel, die mit nur 0,061 Sekunden Rückstand auf Taubitz in den Entscheidungslauf gegangen war, verunglückte im dritten Durchgang. Sie prallte in die Bande und konnte ihre Medaillenhoffnungen begraben. Fräbel beendete das Rennen schließlich auf dem achten Platz.

Deutsche dominanz im rodeln setzt sich fort

Mit dem Sieg von Julia Taubitz setzt sich die deutsche Erfolgsgeschichte im Rodeln fort. Seit 1998 kommt die Olympiasiegerin im Einsitzer der Frauen stets aus Deutschland. Auch bei den Olympischen Spielen in Peking 2022 waren die deutschen Rodler, Skeletonis und Bob-Piloten äußerst erfolgreich und gewannen 16 von insgesamt 27 deutschen Medaillen.

Taubitz’ vorbereitung und mentale stärke

Julia Taubitz legte bereits am Montag den Grundstein für ihren Erfolg, indem sie mit Bahnrekord im zweiten Lauf die Führung übernahm. Nach dem Sturz von Merle Fräbel musste sie im finalen Lauf nur noch einen schweren Fehler vermeiden. Mit einem Vorsprung von über sieben Zehntelsekunden zeigte sie jedoch Coolness und Nervenstärke.

Ein triumph nach peking

„Ich habe lange gebraucht, um diesen Rückschlag zu verarbeiten“, sagte Taubitz mit Blick auf das Olympiatrauma von Peking 2022. Dort war sie als Favoritin gestürzt und nur Siebte geworden. Nun tritt sie in die Fußstapfen von Natalie Geisenberger, der erfolgreichsten deutschen Winter-Olympionikin.

Reaktion und ausblick

Auch Anna Berreiter, die Olympiazweite von Peking, verpasste das Podium und landete auf dem sechsten Platz. Der Bob- und Schlittenverband BSD hat sich einmal mehr als Erfolgsgarant erwiesen. Die kommenden Tage versprechen weitere spannende Wettkämpfe und die Möglichkeit für das deutsche Team, weitere Medaillen zu gewinnen.