Josi verteidigt fischer: "fischi" hätte für uns gekämpft!

Die Vorbereitung der Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft auf die Heim-WM nähert sich dem Höhepunkt, doch der Schatten eines Skandals lastet weiterhin auf dem Team. Während NHL-Stars wie Roman Josi zum Kreis stoßen, sprechen die Spieler offen über die Turbulenzen um den entlassenen Nationaltrainer Patrick Fischer.

Josis brief an die verbandsspitze: eine geste der solidarität

Josis brief an die verbandsspitze: eine geste der solidarität

Der öffentlich gewordene Brief von Captain Roman Josi, in dem er sich für die Wiedereinsetzung von Patrick Fischer einsetzte, sorgte für Aufsehen. Im Gespräch mit dem Blick erklärte Josi seine Beweggründe: "Meine Enttäuschung war in diesem Moment groß. Deshalb war für mich klar, dass ich mich solidarisch hinter 'Fischi' stelle. Er hätte das Gleiche für mich und uns als Team getan. Wir durften so viel Schönes mit ihm erleben und haben mit ihm etwas Cooles aufgebaut mit der Nati." Die Worte des Verteidigers lassen erkennen, wie tief die Verbundenheit zum ehemaligen Coach in der Mannschaft war.

Es stellte sich die Frage, ob der Vorfall zu einer Spaltung im Team geführt hat. Josi widersprach dem vehement: "Dass wohl nicht alle im Schweizer Nationalteam mit der Forderung, Fischer wieder als Trainer einzusetzen, einverstanden waren, hat das Team nicht gespaltet. Wir haben den gleichen Teamspirit wie vorher. Wir sind sogar noch mehr zusammengewachsen, weil wir so ehrlich miteinander gesprochen haben. Für die Mannschaft war das sehr gut." Diese Aussage unterstreicht die professionelle Art und Weise, wie das Team mit der schwierigen Situation umgegangen ist.

Ein entscheidender Punkt: Josi betonte, dass sein Einsatz für Fischer keineswegs als Kritik an Jan Cadieux, dem neuen Bundestrainer, zu verstehen sei. "Jan wusste und weiß, dass ich zu einhundert Prozent hinter ihm stehe und ihn unterstütze. Er hat mein vollstes Vertrauen. Das war für mich keine Frage, das habe ich ihm immer so gesagt." Diese klare Ansage nimmt dem neuen Trainer den Wind aus den Segeln und signalisiert volle Unterstützung.

Die Heim-WM steht vor der Tür, und der Fokus muss nun auf die sportlichen Leistungen liegen. Josi ist entschlossen: "Auf die Vorfreude auf die Heim-WM und die sportlichen Leistungen beim bevorstehenden Turnier soll der Vorfall keinen Einfluss haben." Die Spieler sind bereit, alles zu geben, um die Fans zu begeistern und eine erfolgreiche WM vor eigenem Publikum zu erleben. Der Skandal möge verheilen, die Mannschaft muss nun auf dem Eis glänzen.