Jorgenson: "ich habe mich zum platzen gebracht" – verpasster podestplatz in auvergne-rhône-alpes

Matteo Jorgenson, der Hoffnungsträger von Visma-Lease a Bike, musste sich auf der letzten Etappe der Tour Auvergne-Rhône-Alpes mit einem enttäuschenden vierten Platz zufrieden geben. Nach einer kämpferischen Vorstellung am letzten Anstieg sprach der US-Amerikaner von einem Tag, an dem er an seine Grenzen stieß und sich schlussendlich „zum Platzen gebracht“ hat. Ein bitterer Moment für den jungen Sprinter, der sich auf mehr erhofft hatte.

Hohes tempo und frühe erkenntnisse

Die Etappe war von einer unglaublichen Geschwindigkeit geprägt, wie Jorgenson im Nachgang erklärte. „Ich habe früh gemerkt, dass es schwierig werden würde. Ich habe bis zum Schluss an mich geglaubt und am letzten Anstieg alles gegeben, um Del Toro so lange wie möglich zu folgen.“ Der Versuch, dem dominanten Isaac del Toro Paroli zu bieten, scheiterte letztlich, obwohl Jorgenson eine beachtliche Leistung zeigte.

Die Enttäuschung stand ihm ins Gesicht geschrieben, doch Reue schien er nicht zu kennen. "Ich bin mit meiner Leistung zufrieden und nehme daraus Motivation mit, mich an den langen Anstiegen weiter zu verbessern“, so Jorgenson. Dieser Blick nach vorne spiegelt den unbedingten Willen des jungen Fahrers wider, sich kontinuierlich zu steigern.

Turbulente saison und blick nach vorne

Turbulente saison und blick nach vorne

Die Tour Auvergne-Rhône-Alpes war für Jorgenson ein Wettkampf, der kurzfristig in seinen Saisonplan eingefügt wurde. Nach einem Schlüsselbeinbruch, der seine Ardennen-Klassiker-Saison abrupt beendete, entschied das Visma-Lease a Bike Team, ihn nicht zur Tour de Suisse zu schicken, sondern ihm stattdessen die Möglichkeit zu geben, in Frankreich Wettkampferfahrung zu sammeln. Das Mannschaftszeitfahren der dritten Etappe wurde souverän gewonnen, was dem Team einen wichtigen Vorsprung verschaffte.

Doch die anspruchsvollen Bergetappen erwiesen sich als eine Hürde zu hoch für Jorgenson. Während Del Toro seine Dominanz aus dem Vortagessieg fortsetzte und den Gesamtsieg sicherstellte, brach Jorgenson rund 2,5 Kilometer vor dem Ziel ein. Tuckwell und Ayuso zogen an ihm vorbei, was den endgültigen Verlust des Podestplatzes besiegelte. Der Fokus liegt nun klar auf der Tour de France, wo Jorgenson gemeinsam mit Jonas Vingegaard und dem Team im Höhentrainingslager in Tignes die Vorbereitungen auf den Saisonhöhepunkt intensiviert.

Die Tour de France beginnt am 4. Juli in Barcelona, und Jorgenson wird zweifellos entschlossen sein, seine Enttäuschung in positive Energie umzuwandeln. Er hat bewiesen, dass er zu den talentiertesten Fahrern seiner Generation gehört, und der Kampf um die Gesamtwertung verspricht auch ohne den erhofften Podestplatz in Auvergne-Rhône-Alpes spannend zu werden.