Jonas hiller: kämpfer für die schweizer eishockey-zukunft
Jonas hiller übernimmt die führung der sihpu
Nach einer beeindruckenden Karriere
als Eishockeytorhüter steht Jonas Hiller nun an der Spitze der Spielergewerkschaft Sihpu. Obwohl in letzter Zeit weniger öffentliche Aufmerksamkeit auf die Sihpu gerichtet war, betont Hiller, dass die Arbeit hinter den Kulissen intensiv weitergeht. Mit Christian Ziörjen konnte ein neuer Geschäftsführer gewonnen werden, um die Interessen der Spieler effektiver zu vertreten.
Die stimme der spieler im schweizer eishockey
Hiller sieht seine wichtigste Aufgabe darin, den Spielern eine starke Stimme zu geben und die Bedingungen im Schweizer Eishockey zu verbessern. "Es gibt viel Verbesserungspotenzial", erklärt er im Gespräch mit dem Slapshot-Magazin. Er ist überzeugt, dass die Spieler eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung der Zukunft des Eishockeys in der Schweiz spielen müssen.

Debatte um die import-regelung
Ein zentraler Punkt der Diskussion ist die aktuelle Regelung für Importspieler. Hiller plädiert seit längerem für eine Reduzierung der Anzahl der ausländischen Spieler von derzeit sechs. Er argumentiert, dass eine geringere Anzahl von Ausländern die Förderung junger Schweizer Talente unterstützen und die Qualität der Liga insgesamt steigern würde. Andrighetto, Schlüsselspieler des ZSC, teilt diese Ansicht.
Zu viele teams in der national league?
Hiller kritisiert zudem die Größe der National League mit ihren 14 Teams. Er glaubt, dass eine Reduktion auf 12 Teams die Liga wettbewerbsfähiger machen würde. Allerdings sieht er die Durchsetzung dieser Idee als schwierig an, da viele Vereine an ihrem Status festhalten. "Jeder denkt nur an sich selbst und nicht ans Wohl des Schweizer Eishockeys", bedauert Hiller.
Andrighetto: vier importspieler wären optimal
Andrighetto stimmt Hiller zu, dass sechs Importspieler zu viel sind. Er erinnert daran, dass es Klubs gegeben habe, die sogar eine Aufstockung auf zehn Spieler befürwortet hätten, was die Sihpu jedoch erfolgreich verhindert hat. Er sieht bereits jetzt eine gefährliche Entwicklung, bei der in Powerplay-Formationen oft fünf Importspieler eingesetzt werden. Dies könnte sich seiner Meinung nach negativ auf die Nationalmannschaft auswirken.
Nachwuchsförderung: mut zur förderung junger torhüter
Hiller äußert sich besorgt über die mangelnde Bereitschaft, jungen Torhütern im Schweizer Eishockey eine Chance zu geben. Er fordert mehr Mut von den Trainern, in junge Talente zu investieren und ihnen Erfahrungen zu ermöglichen, auch wenn diese noch nicht perfekt sind. Er verweist auf das Beispiel von Arno Del Curto, der in seiner Zeit diesen Mut bewiesen habe.
Mentale stärke durch erfahrung
Hiller betont, dass mentale Stärke nicht angeboren ist, sondern durch Erfahrungen, auch durch negative, erlernt wird. Er kritisiert, dass junge Spieler oft zu schnell ausgetauscht werden, bevor sie die Möglichkeit haben, sich zu entwickeln und ihre Widerstandsfähigkeit zu stärken. Eine langfristige Perspektive und Vertrauen sind seiner Meinung nach entscheidend für die Nachwuchsförderung.
