Jokić: weltklasse-basketballer mit sprung-defizit!
Nikola Jokić, der serbische Superstar und dreifache NBA-MVP, gilt weithin als einer der besten Basketballer der Welt. Seine Dominanz auf dem Court ist beeindruckend – unaufhaltsames Punkten, herausragende Pässe und auch in der Verteidigung eine Macht. Doch es gibt eine Disziplin, in der der Routinier überraschend schwach ist, und das ist eigentlich ein fundamentales Element des Basketballs: das Springen.
Ein harvard-arzt deckt jokić's schwäche auf
Dr. Marcus Elliott, ein Arzt mit Ausbildung an der Harvard University und Gründer der Leistungssteigerungs-Firma „P3“, hat im „BTA Podcast“ eine verblüffende Entdeckung gemacht. Laut seinen Testverfahren weist Jokić eine deutlich schlechtere Sprungkraft auf als eine 15-jährige Jugendliche. „Von allen NBA-Spielern, die wir bisher untersucht haben – und das sind über 1400, vielleicht sogar noch mehr –, ist er der schlechteste Springer, den wir je gesehen haben“, so Elliott mit offenkundiger Überraschung.
Wie kann der Spieler, der so viele andere Aspekte des Basketballs meistert, in dieser so zentralen Fähigkeit dermaßen zurückliegen? Die Frage wirft ein neues Licht auf das traditionelle Verständnis von Athletik im Spitzensport.

Dončić als weiteres beispiel für ungewöhnliche athletik
Elliott nennt auch Luka Dončić als weiteres Beispiel. Der slowenische NBA-Star zeigte ebenfalls keine herausragenden Sprungwerte in den Tests. Aber: Eine biomechanische Untersuchung offenbarte andere Stärken. „Als wir Luka untersuchten, stellte sich heraus, dass er im Abbremsen – gemessen mit unserem Machine-Learning-Modell – im 95. Perzentil aller NBA-Spieler lag. Bereits als 15- und 16-Jähriger war er in dieser Bewegung besser als 19 von 20 NBA-Spielern.“ Das Ergebnis: Jokić und Dončić zeigen, dass Athletik weit mehr umfasst als nur Sprungkraft.
Die Dominanz trotz Schwäche: Ein Umdenken ist nötig
Die Tatsache, dass Jokić trotz seiner unterdurchschnittlichen Sprungkraft so erfolgreich ist, verdeutlicht, dass Athletik oft zu eindimensional betrachtet wird. „Es gibt andere, sekundäre Leistungskennzahlen, die im Sport viel interessanter und aussagekräftiger sind“, erklärt Dr. Elliott. Seine Arbeit zeigt: Talent, Spielintelligenz und andere körperliche Fähigkeiten können die fehlende Sprungkraft mehr als ausgleichen. Der Fokus verschiebt sich von der reinen Athletik hin zu einem ganzheitlicheren Verständnis von Leistung.
Die NBA-Playoffs stehen bevor, und während die Welt die Sprungkraft von Spielern bewertet, erinnert uns der Fall Jokić daran, dass Erfolg im Basketball auf vielfältigen Faktoren beruht. Die Zahlen lügen nicht: Jokić ist der beste Passgeber der Liga, ein unberechenbarer Scorer und ein strategischer Kopf auf dem Court – und das trotz seiner vermeintlichen Schwäche. Das ist die Magie des Sports.
