Jódar stürmt nach rom: flugshow und breakball-dominanz!

Ein Spektakel über dem Centre Court des Foro Italico: Während sechs 'Frecce Tricolori' den Himmel über Rom in ein farbenprächtiges Kunstwerk verwandelten, demonstrierte der junge spanische Tennisstar Rafa Jódar seine Klasse und zog mit einem beeindruckenden Sieg in die Viertelfinals des Masters 1000 in Rom ein.

Ein tribut an eine legende, ein duell der generationen

Ein tribut an eine legende, ein duell der generationen

Die Überraschungs-Flugshow war eine Hommage an Nicola Pietrangeli, den ersten großen italienischen Tennishelden. Doch während die Kunstflugstühle am Himmel ihre Kreise zogen, fand auf dem Platz ein Duell der Generationen statt: Der 19-jährige Jódar gegen den US-Amerikaner Tien, der als eine der größten Hoffnungen des amerikanischen Tennis gilt. Der Unterschied im Können war dabei schonungslos deutlich.

Der erste Satz war eine Lehrstunde. Jódar zerlegte Tien förmlich mit einem 6:1 – ein Ergebnis, das die Überraschungsmannschaft der spanischen Tennis-Jugend unterstreicht. Der Wind spielte eine Rolle, aber vor allem die kontrollierte Power des jungen Spaniers brachte Tien aus dem Konzept. Ein Doppelfehler, der für ein solches Kaliber untypisch ist, verdeutlichte die Verwirrung des US-Amerikaners. Jódar roch das Blut und setzte seinen Gegner unter Druck, insbesondere durch seinen zweiten Aufschlag, der für Tiens Rückhand eine echte Herausforderung darstellte.

Die Next Gen ATP Finals von 2025 hatten bereits angedeutet, welches Potenzial in Jódar schlummert, doch dieser Sieg wirkte fast zu leichtfüßig. Tien klammerte sich am Satz fest, wehrte im zweiten Satz zwei Breakbälle ab und nutzte dann seinen ersten Breakball mit einem präzisen, parallelen Winner. Doch Jódar ließ sich nicht beirren. Ein sofortiger Re-Break und ein souveräner Servicespiel zeigten seine mentale Stärke und brachten den Ausgleich (3:3).

Mit wachsender Sicherheit und einem Tien, der zunehmend unter Druck geriet, gelang Jódar ein weiterer Break, der den Weg zum Sieg ebnete. Ein beeindruckendes Comeback von 0:30 auf seinem eigenen Aufschlag, gefolgt von einem ungestümen Aufschlagfehlers von Tien, der seinen Schläger frustriert warf, besiegelte das Schicksal des US-Amerikaners und den 5:3-Vorsprung.

Jódar, der mit einer Reife agierte, die seinem Alter kaum entspricht, schloss das Match souverän ab, nachdem Tien erneut einen Fehler mit seinem Rückhandspiel produzierte. Damit steht der junge Spanier zum zweiten Mal in Folge in den Viertelfinals eines Masters 1000-Turniers – ein Beweis für sein rasantes Wachstum in diesem magischen Jahr 2026.

Im Viertelfinale trifft Jódar auf Alexander Zverev, sofern der Deutsche sein Spiel gegen Luciano Darderi gewinnt. Es wäre bereits das zweite Duell gegen einen Spieler der Weltspitze nach dem Aufeinandertreffen mit Jannik Sinner bei den Mutua Madrid Open. Nur Carlos Alcaraz fehlt dann noch, um die Trilogie abzuschließen. Ein Duell, das so oder so unausweichlich ist – und das die Tenniswelt in Atem halten wird.