Jódar schockiert zverev: sandplatz-wunder in paris!
Paris – Alexander Zverev, der als Top-Favorit für den French Open-Titel gehandelt wurde, steht vor einer echten Zerreißprobe. Der 19-jährige Rafael Jódar, ein wahrer Shootingstar der Saison, hat sich sensationell im Viertelfinale gegen den Deutschen durchgesetzt. Ein Match, das Tennis-Deutschland in Atem hält und die Frage aufwirft: Kann Zverev dem jungen Spanier Paroli bieten?

Jódar: der sandplatz-spezialist mit außergewöhnlicher einstellung
Jódar, Weltranglisten-29., hat in Roland Garros für Furore gesorgt. Seine beeindruckende Widerstandsfähigkeit, demonstriert durch zwei Fünf-Satz-Matches im Achtelfinale gegen Carreño Busta und bereits zuvor gegen Michelsen, lässt auf eine außergewöhnliche körperliche Verfassung schließen. Der junge Spanier drehte im Achtelfinale einen 0:2-Satzrückstand und bewies damit seine mentale Stärke. Wie Mats Wilander bereits vor Turnierbeginn anmerkte: „Das Interessanteste an Jódar ist seine Einstellung. Für jemanden, der so jung ist, hat er eine unglaublich gute und sehr bodenständige Einstellung.“
Zverev, der sich im Viertelfinale gegen den niederländischen Nachrücker Jesper de Jong mit 7:6 (7:3), 6:4, 6:1 durchsetzte, zeigte sich gewarnt: „Er spielt fantastisches Tennis“, gab der Olympiasieger zu. „Ich freue mich auf unser erstes Aufeinandertreffen, das hoffentlich sehr unterhaltsam wird.“ Der Hamburger weiß, dass er gegen den explosiven Spanier alles geben muss.
Experte Boris Becker schwärmte ebenfalls von Jódars Leistungen: „Zverev spielt gegen den Newcomer der Saison. Gerade auf Sand spielt er wie die Feuerwehr.“ Er beschreibt Jódar als einen Spieler mit enormem Tempo und einer aggressiven Spielweise, der vor allem durch seine Reife und Widerstandsfähigkeit beeindruckt. Seine Vorhand ist kraftvoll, die Rückhand schlägt zurück, und obwohl sein Aufschlag noch Verbesserungspotenzial hat, wird er sich mit der Zeit noch steigern.
Zverev selbst äußerte sich nach seinem Match gegen de Jong: „Im Achtelfinale habe ich mich gesteigert. Das ist in Ordnung. Wir sind bei einem Grand Slam, wir spielen best-of-five. Da wird nicht jeder Satz gut ausgehen. Es wird Situationen geben, die man halt lösen muss.“ Er weiß, dass Jódar trotz seiner Jugend eine ernstzunehmende Bedrohung darstellt.
Obwohl Zverev in den vergangenen Jahren im Viertelfinale scheiterte, will er diesmal den ersehnten ersten Grand-Slam-Titel gewinnen. Doch Jódar, der im April in Marrakesch seinen ersten ATP-Titel feierte, scheint unaufhaltsam zu sein – vor allem auf Sand.
Die Begegnung zwischen Zverev und Jódar verspricht ein spannungsgeladenes Duell zweier sehr unterschiedlicher Spieler mit unterschiedlichem Hintergrund zu werden. Ein Aufeinandertreffen, das die Tenniswelt in Atem hält.
