Jets und chiefs feiern coups, 49ers stolpern: so explosiv war der nfl draft 2026

Die Klubs haben ihre Zukunftskarten ausgeteilt – und manche haben sich dabei glatt übernommen. Nach 257 Picks zeichnet sich ab, wer 2027 wirklich angreift und wer schon wieder hintenüberfällt.

New york versetzt der liga einen doppel-schock

Die Jets legten los wie ein Start-up mit frischem Kapital: David Bailey an zwei, Kenyon Sadiq an 35, Omar Cooper Jr. an 38. Drei Namen, drei potenzielle Rookie-Starter, eine klare Ansage. General Manager Joe Douglas hat nicht gesammelt, er hat gezielt zugeschlagen – und dabei selbst hartgesottene Scouts staunen lassen. Zwischen all den Trades wirkt die Jets-Strategie wie ein Sechser im Lotto, bei dem man die Zahlen selbst geschrieben hat.

Nur wenige Blocks weiter planen die Giants ebenfalls den Angriff auf die Play-offs. Dass Arvell Reese bis auf fünf fiel, empfindet East Rufus Avenue längst als Geschenk des Himmels. Reese plus Abdul Carter plus Kayvon Thibodeaux – da bebt selbst Dak Prescott in der Tasche. Head Coach John Harbaugh schwieg nach dem zweiten Tag, grinste nur. Sein Gesicht sagte alles: Wir sind geladen.

Kansas city dreht den spiess um

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Kein Wideout, kein Tight End – stattdessen vier Defense-Picks in Folge. Mansoor Delane und Mason Thomas sollen ausgerechnet jene Pass-Defense retten, die im letzten Januar Tyreek Hill 203 Yards schenkte. Die Rechnung: Spielt Patrick Mahomes zunächst nur 80 Prozent, gewinnt man mit Balleroberungen statt 45-42 eben 23-20. Risant? Sicher. Logisch? Auch.

San francisco stapelt feuer ohne löschwasser

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Pick 33 war ein Sehnsuchtsplatz für Trader, doch die 49ers blieben sitzen – und griffen zu De’Zhaun Stribling, einem Receiver, den viele Boards erst am dritten Tag hatten. Dann Kaelon Black ohne Combine-Billet. Kyle Shanahan mag Systemspieler, aber hier wählt er Projektion statt Produktion. Drei Jahre nach dem letzten guten Erstrunden-Treffer fragt sich Bay Area, ob der Coach nicht manchmal zu klug für sich selbst ist.

Love-story in arizona endet als teurer one-night-stand

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Jeremiyah Love an drei – 53 Millionen garantiert für eine Position, die schon viermal besetzt ist. Das war kein Need-Pick, das war ein Want-Pick mit Ansage. Während andere Teams ihre Quarterback-Probleme lösten, schob GM Monti Ossenfort einen Joker auf den Tisch, der womöglich nie gespielt wird. Drei Siege letzte Saison, und man wählt Luxus. Das kann gutgehen – oder ein Feuer ohne Versicherung sein.

Clevelands quarterback-circus nimmt kein ende

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Vier Passgeber auf dem Papier, keiner davon ein gesicherter Starter. Deshaun Watson schaut, Shedeur Sanders wartet, Dillon Gabriel lernt, Taylen Green ahmt nach. Coach Todd Monken bekommt ein Drehbuch mit vier Hauptdarstellern, aber nur einem Ball. Die Browns haben die Offensive Line neu erfunden – wer sie lenkt, entscheidet sich erst im September. Das ist entweder genial oder chaos pur.

257 Entscheidungen, ein Fazit: Die Jets und Giants katapultieren sich zurück in die Spur, Kansas City wettet auf Defense, San Francisco und Arizona pokern mit Hausgeld. In Pittsburgh brach ein Rekord, in Cleveland ein Kader. Wer jetzt lacht, kann im Februar weinen – und umgekehrt. Die Saison beginnt erst, die Rechnung folgt auf dem Feld.