Jérôme boateng ohne führerschein erwischt – ermittlungen laufen
München – Er stand als Spieler für Weltklasse, nun steht er vor Gericht: Jérôme Boateng, 36, Weltmeister von 2014, wurde am vergangenen Montag in München am Steuer seines SUV angehalten – obwohl ihm seit Oktober der Führerschein entzogen wurde. Die Staatsanwaltschaft München I bestätigte ein Ermittlungsverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis.
Warum der lappen weg war
Boatengs Lizenz war am 9. Oktober 2024 futsch – offiziell wegen Punkteüberschreitung, intern heißt es, dass mehrere Tempo- und Handyverstöße zuschlugen. Wer ohne Erlaubnis rollt, riskiert nach § 21 StVG bis zu einem Jahr Knast oder ein saftiges Bußgeld. Die Richter entscheiden, ob es ein „hartes“ oder „weiches“ Urteil wird – bei Boateng ist wegen seiner Promi-Qualität eher ein Bußgeld wahrscheinlich, doch die Staatsanwaltschaft will ein Exempel statuieren.
Der Verteidiger des Ex-Verteidigers schweigt bislang. Boateng selbst postete nach dem Vorfall ein Bild aus dem Fitnessstudio – Kommentarfunktion ausgeschaltet.

Vom platz auf die anklagebank
Die Karriere des Berliners liest sich wie ein Krimi: neun Deutsche Meisterschaften, zwei Champions-League-Titel, 73 Länderspiele. Nach seinem Abschied bei LASK Linz im Sommer 2025 ließ er via Instagram verlauten, „die Stiefel an den Nagel zu hängen“. Statt Taktik-Board holte er das B-Trainer-Lizenz-Formular – und nun die Vorladung.
Privat war es ohnehin turbulent: Gewaltvorwürfe der Ex-Frau, der Selbstmord der späteren Partnerin Kasia Lenhardt 2021, der öffentliche Clinch mit Bruder Kevin-Prince. Die neue Episode passt ins Bild eines Spielers, der nach dem Hallenruf die Orientierung verlor.
Boateng wollte eigentlich beim FC Bayern die Jugend schulen, stattdessen schult ihn jetzt die Justiz. Die nächste Zeugenvorlage läuft, ein Termin vor dem Amtsgericht München ist noch nicht terminiert. Sollte er verurteilt werden, droht neben Geldstrafe auch ein Nachschlag: die Führerschein-Neuerteilung würde sich um weitere Monate verzögern.
Für die TSV Pelkum Sportwelt heißt das: ein weiteres Beispiel dafür, dass Ruhm keine Garantie für Ruhe ist – und dass auch Helden den roten Teppich der Legalität nicht ignorieren können.
