Jena verpasst meisterschaft knapp – derby-sieg zählt wenig!

Ein bitteres Ende für den FC Carl Zeiss Jena: Trotz eines hart erkämpften 2:0-Siegs im Derby gegen Rot-Weiß Erfurt rutschte die Mannschaft am letzten Spieltag der Regionalliga Nordost die Meisterschaft durch den Sieg von Lok Leipzig gegen Magdeburg II. Die Fans im Abbe-Sportfeld waren enttäuscht, aber die Leistung des Teams lässt sich nicht abstreiten.

Der derby-sieg: ein pyrrhussieg?

Der derby-sieg: ein pyrrhussieg?

Die Jenaer zeigten von Beginn an ihre Entschlossenheit und gingen durch Timon Burmeister in der 10. Minute in Führung. Moritz Fritz erhöhte den Druck mit seinem Treffer in der 29. Minute. Doch die Freude währte nur kurz, denn gleichzeitig sicherte sich Lok Leipzig den Sieg gegen Magdeburg II und damit die Meisterschaft. Die Aufholjagd von Lok, die die eigene Begegnung drehten, sorgte für Ernüchterung beim FCC.

Trainer Volkan Uluc steht vor einer ungewissen Zukunft. Sein Verbleib in Jena ist an den Aufstieg gekoppelt, und nach dem verpassten Titel ist seine Position brüchig. Er wird jedoch noch einmal das Pokalfinale gegen den ZFC Meuselwitz bestreiten.

Die Erfurter, die lange Zeit harmlos wirkten, konnten dem druckvollen Spiel der Gastgeber kaum etwas entgegensetzen. Alexander Prokopenko verpasste in der 66. Minute die Möglichkeit, den Rückstand zu verkürzen. Die Jenaer Defensive hielt jedoch stand und sicherte den Sieg. Die 13.000 Zuschauer im Abbe-Sportfeld sahen eine Partie mit viel Ballbesitz der Gäste, die aber weiter kaum durchkamen.

Die Verpasste Meisterschaft ist ein herber Schlag für den FCC, aber die Mannschaft hat bewiesen, dass sie zu den besten Teams der Regionalliga gehören. Die Frage, wie es mit Trainer Uluc weitergeht, bleibt jedoch offen. Die Fans hoffen, dass er trotz des entgangenen Titels in Jena bleibt und die Mannschaft in der kommenden Saison wieder in die Erfolgsspur führt.