Janssen lahmt, der aufstiegs-traum zittert: rwe ohne seinen 13-tor-mann?
Rot-Weiss Essen hat endlich Fahrt aufgenommen – drei Siege, sieben Tore, Platz drei. Jetzt droht dem Schwung ein Halt: Marek Janssen stapelt mit entzündeter Achillessehne nur noch Bändchen, statt Bälle im Netz.
Der ostmann, der westen befeuert
13 Treffer in 23 Partien, kicker-Note 3,15 – das klingt nach Mittelmaß, ist in der 3. Liga aber Spitzenwert. Der Ostfriese traf in den letzten drei Spielen viermal, wurde zum Living-Robben der Hafenstadt. Ohne seine Laufwege verliert das 4-2-3-1 seine Spitze – und die Gegner gewinnen Luft.
Trainer Christian Neidhart schwieg sich nach dem Training gestern aus. „Wir warten auf das MRT“, sagte er nur, während Janssen mit der rechten Hand die Wand abstützte und mit der linken seine Schuhe schnürte. Ein Bild, das die Stimmung im Stadion an der Hafenstraße auf 4 Grad kühlt.

Jaka cuber potocnik: der slowene als notlösung?
20 Jahre, zwei Tore, Note 2,75 – die Statistik des Ersatzmanns liest sich wie ein Schulzeugnis mit „kann besser“. Doch Zahlen lügen. Der 1,93-m-Hünge zieht mit ersten Ballkontakt Abwehrriegel auseinander, spielt Target, nicht Goalgetter. Gegen Viktoria Köln, die mit drei Back-Negern antreten will, könnte genau diese Variante nötig sein.
Die Wettbüros reagierten sofort: der RWE-Sieg stieg von 2,10 auf 2,45 – ein kleines Erdbeben in der Odds-Welt. Die Fans reagieren mit „Janssen raus? Dann schreien wir lauter“-Memes. Die Realität: ohne ihren Topscorer droht dem Klub die Kerbe in der Aufstiegskurve.
Am Sonntag um 19.30 Uhr, LIVE auf kicker, wird entschieden, ob der Traum von Liga zwei nur eine Fata Morgana bleibt. Janssen selbst will bis dahin „durchs Feuer gehen“, wie er Freunden textete. Die Sehne entscheidet, nicht der Wille. Und Rot-Weiss Essen weiß: ohne ihn wird die Relegation zur Achterbahn ohne Bremse.
